Husten Beim Kleinkind: Sonstige Getränke

Zwiebelsaft gegen Husten (Kleinkind)

© PantherMedia / Richard Semik

Husten zählt zu den klassischen Begleiterscheinungen verschiedener Krankheitsbilder wie Schnupfen, Erkältung oder Grippe. Besonders wenn Kleinkinder nachts aufgrund der Beschwerden nicht schlafen können, kann dieses Symptom zu einem Problem werden. Im Folgenden soll daher nicht nur erklärt werden, wie Husten eigentlich entsteht, sondern auch, wie man diesen durch ein bewährtes Hausmittel lindern kann.

Medizinische Fakten

Bei Husten handelt es sich um einen wichtigen Schutzreflex des Körpers, der beim Verschlucken das potentiell lebensbedrohliche Einatmen von Flüssigkeiten oder Speisen (Aspiration) verhindern soll.[1] Wie einleitend erwähnt, tritt Husten darüber hinaus meist im Rahmen einer viralen Infektion auf. Hier verläuft dieser zuerst meist trocken und wird später produktiv, was der Selbstreinigung der entzündeten Schleimhäute dient.

Biologischer Zusammenhang

In den Schleimhäuten des Atemtraktes aber auch in der Speiseröhre sowie im Mittelohr befinden sich so genannte Hustenrezeptoren, die sowohl durch chemische Reize als auch mechanische Dehnung reflexartig einen starken Atemstoß hervorrufen.[2] Im Rahmen eines viralen Infektes reizen die Botenstoffe der Abwehrzellen des Immunsystems die Hustenrezeptoren und verursachen einen trockenen Husten. In den meisten Fällen kommt es neben dem viralen Befall zusätzlich zu einer Infektion mit bakteriellen Erregern, die mit einer vermehrten Produktion von Schleim einhergeht.[3]Die Flimmerhärchen des Atemtraktes sind jedoch nicht in der Lage diesen effizient abzutransportieren, was zu einer mechanischen Reizung der Hustenrezeptoren führt. Der durch den kräftigen Atemstoß ausgestoßene Schleim ermöglicht es, die Selbstreinigung des Atemtraktes auf diesem alternativen Wege aufrecht zu erhalten.

Zwiebelsaft gegen Husten

Zwiebelsaft gehört zu den bewährten Haumitteln gegen hartnäckigen Husten, weil er aufgrund seiner schleimlösenden Eigenschaften das Abhusten erleichtert. Zur Herstellung empfiehlt sich, zwei bis drei frische, rohe Zwiebeln in einer Presse zu entsaften, sowie zwei Esslöffel Honig und den Saft zweier Zitronen hinzuzufügen. Der Zwiebelsaft sollte – bei Bedarf leicht erwärmt – zwei bis drei Mal täglich getrunken werden.[4]

Die entzündungshemmende Wirkung der Zwiebel geht vor allem auf eine schwefelhaltige Aminosäure-Verbindung namens Alliin zurück. Es konnte gezeigt werden, dass die darin enthaltenen Schwefelgruppen (reaktive Thiosulfinate) sowohl gegen bakterielle Erreger, als auch gegen Viren und Pilze wirksam sind.[5] Darüber hinaus vermag Zwiebelsaft die glatte Muskulatur der Bronchien zu entspannen sowie die Schleimhäute der Atemwege abzuschwellen, weswegen er anti-asthmatisch wirksam ist. Diese Eigenschaft geht auf die so genannten Cepaene zurück, die eine ähnliche chemische Grundstruktur aufweisen, wie Cortison.[6] Im Tierversuch konnte außerdem gezeigt werden, dass das Auftragen frischen Zwiebelsaftes auf die Haut Schmerzen annähernd gleich gut lindert, wie handelsübliche Schmerzmittel.[7]

Zu beachten

Honig darf nur dann zum Süßen verwendet werden, wenn das zu behandelnde Kind gegen Tetanus geimpft ist.[9] Sollte sich darüber hinaus das Beschwerdebild des Hustens dahingehend verschlechtern, dass plötzlich hohes Fieber oder blutiger Auswurf hinzutreten, muss umgehend ein Arzt konsultiert werden.