Grippe: Diagnose

Diagnose

Da die Symptome einer echten Grippe (insbesondere im Anfangsstadium der Erkrankung) den Anzeichen eines grippalen Infekts (Erkältung) ähneln, die Grippe jedoch einen deutlich schwereren und komplikationsreicheren Verlauf nehmen kann, ist eine Abgrenzung zwischen beiden Krankheitsformen von großer Bedeutung: Im Unterschied zu einem grippalen Infekt macht sich eine Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn bemerkbar. Zu den typischen Influenza-Symptomen zählen hohes Fieber, trockener Reizhusten, Frösteln sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Oft klagen Grippe-Patienten zudem über Halsschmerzen, Schweißausbrüche und Abgeschlagenheit. Die Erkrankung während einer Influenza-Erkältungswelle ist ein wichtiges Indiz für eine mögliche Grippe-Erkrankung.

In leichteren Grippe-Fällen wird häufig auf eine Laboruntersuchung verzichtet. Bei schwereren Krankheitsverläufen oder bei im Einzelfall aufgrund von Vorerkrankungen erhöhten Gesundheitsrisiken wird jedoch gewöhnlich eine labortechnische Untersuchung durchgeführt, mit der sich eine Influenza klar bestätigen oder ausschließen lässt. Hierzu wird dem Patienten gewöhnlich eine Blutprobe entnommen. Als sicheres Diagnose-Verfahren hat sich die Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase-Chain-Reaction, PCR) bewährt, bei der sich das Erbmaterial (DNA) von Grippe-Viren nach künstlicher Vervielfältigung nachweisen lässt. Das Ergebnis von PCR-Tests liegt innerhalb einiger Stunden vor. Bei einem positiven Grippe-Befund wird zugleich auch der Virus-Stamm ermittelt.

Bei einer Grippe-Erkrankung stellt das Labor zudem (als Anzeichen einer akuten Entzündung) eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit sowie höhere Werte für C-reaktives Protein und weiße Blutkörperchen fest.

Der Nachweis von Antikörpern im Blut ist hingegen frühestens eine Woche nach Erkrankungsbeginn sinnvoll, da sich erst dann ausreichend viele Antikörper gebildet haben.

Schnelltests, die in den ersten 48 Stunden nach dem Auftreten von Grippesymptomen durchgeführt werden, geben nach Untersuchung eines Abstrichs der Rachen-, Nasen- oder Augenflüssigkeit innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten Hinweise auf einen Grippe-Erreger. Bei einem Schnelltest werden die Eiweiße des Grippe-Virus auf Teststreifen durch farbliche markierte Antikörper sichtbar gemacht. Schnelltests werden zur Erstellung einer ersten Diagnose z. B. in Notaufnahmeeinrichtungen und Arztpraxen eingesetzt, aber auch als Patienten-Selbsttests angeboten. Die Ergebnisse von Schnelltests liegen zwar schneller vor als Laboruntersuchungen, sind allerdings (insbesondere bei Erwachsenen) weniger zuverlässig. Verschiedene Influenza-Viren können durch die Schnelltests nicht erkannt werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe