Grippe: Diagnose

Influenza Abstrich

© PantherMedia / David Castillo Dominici

Die Influenza (echte Grippe) ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Sie wird durch Influenza A oder B Viren verursacht. Influenzapatienten leiden unter starken Erkältungssymptomen, die bei schweren Verläufen lebensbedrohliche Ausmaße erreichen können. Wenn der Verdacht für eine ausgeprägte Infektion vorliegt, hat der Arzt die Möglichkeit über einen Nasen- oder Rachenabstrich schnell eine Diagnose zu stellen und eine gezielte Behandlung zu beginnen.

Das Verfahren:

Die Probenentnahme erfolgt mit einem Wattestäbchen. Durch mehrmaliges Streichen über die Schleimhaut wird das Material gewonnen. Zum Nachweis der humanen Influenza wird zumeist ein Abstrich von der Nasenschleimhaut genommen. Für den Nachweis der Vogelgrippe (aviäre Influenza) scheint die Entnahme aus dem Rachen und tieferen Atemwegen die beste Wahl zu sein.[1] Der Abstrich sollte möglichst früh nach Auftreten der Symptome erfolgen, damit rasch ein Ergebnis vorliegt und eine gezielte Therapie eingeleitet werden kann.

Diagnosestellung:

In der Praxis besteht für den Arzt dann die Möglichkeit mit einem Schnelltest innerhalb von 15 Minuten eine Diagnose zu treffen.[2] Diese Tests sind jedoch bei Erwachsenen nicht besonders sicher im Nachweis. Die etablierte Methode ist die Analyse der Probe über eine PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion). Bei ihr wird das entnommene Material auf Viruserbgut untersucht. Diese Untersuchung findet in einem Labor statt und dauert ca. 3h. Der behandelnde Arzt schickt die Probe ein und erhält, wenn sie früh genug eintrifft, noch am selben Tag das Ergebnis.[3]

Medizinische Fakten:

Die Influenza tritt vor allem saisonal zwischen Januar und März als jährliche Grippewelle auf. In dieser Phase wird die Diagnose zu 80% anhand der klinischen Symptome gestellt.[3] Der Nachweis über einen Abstrich wird normaler Weise nur bei schweren Fällen oder außerhalb der Grippewelle durchgeführt.

Falls bei einem Patienten die Influenza direkt (über einen Schnelltest oder im Labor) nachgewiesen wird, muss er namentlich dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Dies dient dem Schutz der Bevölkerung, indem die Ausbreitung der Grippe besser eingeschätzt werden kann.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe