Grippe: Diagnose

Grippe & Influenza Schnelltest

© PantherMedia / Andres Rodriguez

Die echte Grippe oder auch Influenza ist scheinbar nicht schwer zu diagnostizieren. Sie fällt durch typische Symptome und ihren plötzlichen Beginn auf. Ein Arzt kann auf dieser Basis leicht eine Diagnose stellen. Für eine sichere Diagnose und Abgrenzung zu anderen Erkrankungen der Influenzafamilie kann zusätzlich ein zuverlässiger Grippe-Schnelltest verwendet werden. Wie genau ein Influenza-Schnelltest funktioniert, wird im Folgenden näher erläutert.

Medizinische Fakten

Die Grippe wird durch Influenzaviren des Typs A und B verursacht.[1] Typisch für die Erkrankung ist der plötzliche Beginn der Symptome, die meist Fieber (Pyrexie), Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Heiserkeit (Dysphonie), Halsschmerzen (Pharyngitis), Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit umfassen. Teilweise können auch Übelkeit (Nausea), Erbrechen (Emesis) und Durchfall (Diarrhoe) auftreten.[2] Meistens bessert sich die Erkrankung nach 5 bis 7 Tagen.

Die Symptomatik sowie ihr plötzlicher Beginn sind für erfahrene Ärzte ein guter Anhaltspunkt, um die Diagnose zu stellen. Allerdings können auch zuverlässige Schnelltests zur Sicherung der Diagnose verwendet werden.

Testdurchführung

Bei den Schnelltests handelt es sich um qualitative immunchromatografische Tests, bei denen die Influenza-Antigene (Typ A und B) nachgewiesen werden. In den meisten Fällen wird ein steriler Wattetupfer über ein Nasenloch bis zur Nasenmuschel eingeführt. Durch mehrmaliges Drehen des Tupfers wird er mit Nasensekret befeuchtet. Im Anschluss daran wird er in ein Probenröhrchen mit Testflüssigkeit getaucht. Durch Schwenken in der Flüssigkeit lösen sich die Erreger aus dem Tupfer. Die Mischung aus Nasensekret und Testflüssigkeit wird in die Probenöffnung einer speziellen Testkassette gegeben. In deren Testfenste wird das Ergebnis nach wenigen Minuten angezeigt.[3] Die Erreger sind auch im Sputum (Auswurf) nachweisbar, allerdings muss das Ergebnis hier kritisch bewertet werden. Das Sputum für den Test wird nach dem morgendlichen Zähneputzen und Ausspülen des Mundes mit frischem Wasser durch Aushusten in ein steriles Gefäß gewonnen und dann getestet.[4]

Fakten zum Thema

Die Influenza-Erreger werden durch eine Reaktion der in der Probe enthaltenen Influenza-Antigene mit spezifischen Antikörpern nachgewiesen. Enthält die Probenflüssigkeit Influenza-Antigene, binden diese an die spezifischen Antikörper, die zusätzlich einen Indikator tragen. Die Testkassette enthält eine Testlinie mit einem Anti-Influenza-Antikörper. Binden die mit dem markierten Antikörper beladenen Influenza-Antigene an die Antikörper in der Testlinie, färbt sich die Testlinie und man erhält ein positives Ergebnis – die Influenzaerreger wurden nachgewiesen. Verfärbt sich die Testlinie nicht, ist das Ergebnis negativ – es wurden keine Grippeviren nachgewiesen.

Der Nachweis erfolgt bei solchen Schnelltests mittels Immunofluoreszenz (enzyme linked immunosorbent assay, ELISA) oder als Nukleinsäurenachweis mittels PCR (Polymerasekettenreaktion).[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe