Grippe: Homöopathie

Globuli gegen Grippe

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Als Grippe (sog. Influenza) bezeichnet man eine Infektion der Atemwege (Respirationstrakt) durch Viren, die nach Subtyp und Herkunft des Erregers weiter klassifiziert wird. Die Viren werden über Tröpfcheninfektion (zum Beispiel durch Husten oder Niesen) oder Schmierinfektion (zum Beispiel durch Anfassen von Türgriffen) übertragen. Die Grippe macht sich durch plötzliches hohes Fieber über 38,5 Grad Celsius, trockenen Reizhusten, Halsschmerzen und Muskel- und/oder Kopfschmerzenbemerkbar.[1]

Aus Sicht der Homöopathie kann die Grippe vollständig durch die Einnahme von Globuli geheilt werden. Die Diagnose sollte aber immer von einem Facharzt gestellt werden, der durch Erfahrungen mit anderen Patienten den Virustyp besser einschätzen kann.[2]

Empfohlene Globuli bei Grippe

Die Vielfalt der homöopathischen Arzneimittel gegen eine Grippe ist sehr groß, so dass im Folgenden eine Auswahl der gängigsten Mittel vorgenommen wurde. Ein Facharzt sollte dabei immer konsultiert und die Behandlung mit homöopathischen Substanzen mit ihm abgesprochen werden.[3]

  • Nach Auslöser
    • Aconitum (D30 bei Bedarf): Zugluft, trockenes Fieber
    • Belladonna (D30 bei Bedarf): Entblößung, Kopfschmerz, Nackenkrampf, Nervenschmerzen, schwitziges Fieber
    • Dulcamara (D30 bei Bedarf): Unterkühlung, Durchnässung, kühle Nächte nach heißen Tagen
    • Rhus toxicodendron (D30 bei Bedarf): Überanstrengung, Unterkühlung, tief sitzender Kitzelhusten gegen Abend, nächtliche Unruhe, Fieber
    • Nux vomica (D30 bei Bedarf): trockene Kälte, Zugluft, durstloses Fieber
    • Antimonium crudum (D30 bei Bedarf): Kaltbaden an heißen Tagen
    • Sepia (D6 3x täglich): immer mit Beginn der Periode
    • Gelsemium (D30 1x täglich): Einbruch warmer Tage nach Kälte, schlapp, apathisch, Hinterkopfschmerz
    • Pyrogenium (D30 bei Bedarf): im Winter, Hals ist wund und brennt
    • Phytolacca (D4 3x täglich): im Winter, dunkelroter Rachen, Schmerz zieht zu den Ohren, schmerzende Glieder
  • Nach Beschwerdeort
    • Sticta (D6 3x täglich): in der Nase
    • Phosphorus (D12 2x täglich): im Hals, Kratzen, Brennen
    • Kalium sulfuricum (D6 3x täglich): in den Bronchien, weißlich zähes Sekret
    • Eupatorium perfoliatum (D30 1x täglich): in der Brust, wunder Rachen, heiser, Kopfschmerz, zerbrochene Knochen, Gallebeschwerden, trockenes Fieber
    • Bryonia (D4 3x täglich): in der Brust, tief sitzender Hackhusten, insbesondere beim Übergang ins Warme
    • Dulcamara (D6 3x täglich): im wunden Hals, Augen tränen, Husten und Muskeln schmerzen
    • Pulsatilla (D6 3x täglich): in der Ohrtrompete, milde Absonderung
    • Kalium chloratum (D4 3x täglich): in der Ohrtrompete, weiß-zähe Absonderung, wund

Zu beachten

Die Diagnose einer Grippe kann bei genauem Betrachten der Symptome oft selber gestellt und die Krankheit durch Selbstmedikation effizient behandelt werden. Durch eine professionell gestellte Diagnose durch einen Facharzt, möglichst mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“, kann die Therapie aber oft zielgerichteter und somit schneller wirken.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe