Grippe: Homöopathie

Schüssler Salze bei Grippe

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Die Grippe („echte“ Grippe oder Influenza) ist eine Infektionskrankheit des Respirationstraktes; durch virale Toxine (d.h. Giftstoffe) können aber viele Organsysteme betroffen sein. Das auslösende Virus heißt Influenzavirus. Die Grippe tritt häufig zeitlich und örtlich begrenzt auf (Epidemie), ist weltweit verbreitet und kann jede Altersgruppe betreffen. Übertragen werden die Influenzaviren über eine Tröpfcheninfektion (über die Luft beim Sprechen, Niesen oder Husten) und Schmierinfektion (Händedruck oder Türklinken). [1]

Die Behandlung mit Schüßler Salzen kann bei einer Grippe unterstützend angewendet werden, jedoch sollte diese Erkrankung immer ärztlich behandelt werden.

Immer wieder kommt es zu Grippewellen, die typischerweise im Januar beginnen und bei schweren Verlaufsformen auch zu Todesfällen führen. Schätzungen besagen, dass die Grippe jedes Jahr 5-20% der Bevölkerung betrifft. [2]

Ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Husten (Tussis) und Muskel- und Gliederschmerzen sowie hohem Fieber (Pyrexie) sind typische Symptome für eine Grippe. Da aber viele Organsysteme betroffen sein können, sind auch Symptome wie Nasenbluten (Epistaxis), niedriger Blutdruck (Hypotonie) oder Ausschlag (sog. Grippeexanthem) möglich.[3]

Die frühzeitige Ausbildung eines starken und abwehrbereiten Immunsystems und eine kontinuierliche Stärkung sind die besten Voraussetzungen, sich vor einer Grippe zu schützen. [4] Zur Stärkung des Immunsystems eignen sich neben einer gesunden Lebensweise, sportlicher Betätigung und einem erholsamen Schlaf auch Naturheilverfahren wie die Anwendung von Schüßler Salzen [5]

Die Wahl des richtigen Präparats

Schüßler Salze sind die Grundstoffe einer Mineralsalztherapie, die im 19. Jahrhundert entwickelt wurde und heute noch aktuell ist. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) entdeckte im Laufe seiner Forschungsarbeit 12 heilende Mineralsalze, die er deshalb auch als Funktionsmittel bezeichnete. Sie sollen lebenswichtig für die Gesundheit sein und bei vielen Funktionsstörungen helfen können. Das Wirkprinzip ist dabei stets die ausreichende Verdünnung dieser Mineralien.

Bei der Wahl der richtigen Salze und deren Dosierung ist für den behandelnden Heilpraktiker oder Arzt die Antlitzdiagnose das Verfahren der Wahl. Dabei können anhand von Eigenschaften der Haut Mangelerscheinungen festgestellt werden.

Diese Analyse braucht entsprechend Erfahrung und Fachwissen, um das richtige Mittel finden und seine Dosierung einschätzen zu können. Je nach Krankheitsbild kann der Arzt die tägliche Dosis empfehlen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass – wie Schüßler selbst in seinem Buch schreibt – , eine zu niedrige Dosis besser wirkt, als eine Überdosis, wobei eine Überdosis für den Patienten nicht schädlich ist.[6]

Informationen zur Anwendung & Dosierung

Schüßler Salze können klassisch in Tablettenform und Globuli oder aber auch als Pulver, Tropfen, Nasenspray und Salben angewendet werden. [7]

Beim sogenannten homöopathischen Potenzieren wird der Grundstoff, hier die Schüßler Salze, schrittweise verdünnt. Dies erfolgt nach einem festen Schlüssel, meist in Zehnerschritten von der ersten Stufe (Herstellung der Potenz D1), bis die notwendige Potenzstufe erreicht ist. Beispielsweise wird bei der Potenzstufe D6 die Ausgangssubstanz 6 mal um das Zehnfache verdünnt. Die höchste Potenz, die regelmäßig angewendet wird, ist die D12 Potenz (12 mal 10-fach potenziert) Ziel des Potenzierens ist es, den Heilungsprozess zu unterstützen. Besser verträglich und wirksamer ist die Substanz dann, je höher die Potenzierung ist. Bei den Schüßler Salzen werden meist die höheren Potenzen D3, D6 und D12 empfohlen. Eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme von Schüßler Salzen soll auf die Einnahme von ätherischen Ölen oder anderen Wirkstoffen verzichtet werden.[8]

Empfohlene Schüßler Salze bei Grippe

Schüßler Salze können bei einer Reihe von Symptomen der Grippe wirksam werden und Erleichterung verschaffen. Tritt z. B. bei einer Grippe eine akute Bronchitis als Begleiterkrankung auf, also eine entzündete Bronchialschleimhaut, sind folgende Salze empfohlen:

  • Schüßler Salz Nr. 14 – Kalium bromatum D6 Tabletten
  • Schüßler Salz Nr. 17 – Manganum sulfuricum D6 Tabletten
  • Schüßler Salz Nr. 20 – Kalium Aluminium sulfuricum D6 Tabletten

Bei produktivem Husten (Tussis), aber auch bei Husten ohne Auswurf, der eine Grippe häufig begleitet, kommen folgende Salben zur Anwendung:

  • bei bellendem Husten: Schüßler Salbe Nr. 2 – Calcium phosphoricum
  • schleimlösend: Schüßler Salbe Nr. 4 – Kalium chloratum
  • bei krampfartigem Husten: Schüßler Salbe Nr. 7 – Magnesium phosphoricum [9] [10]

Zu beachten

Obwohl Naturheilkunde auch in der eigenen Anwendung wirksam sein kann, sollten sich Betroffene von Ärzten mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ zunächst eingehend beraten lassen. Denn diese können als approbierte Ärzte, im Gegensatz zu Heilpraktikern, sicher erkennen, ob es sich um Notfälle handelt, denen nicht mit naturheilkundlichen Mitteln beigekommen werden kann.Weiterhin sollten Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko jährlich gegen die Grippe geimpft werden. Dies betrifft Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke und Schwangere. Denn die Grippeimpfung ist die einzige Möglichkeit, sich vor der Grippe zu schützen. Aber auch diese ist nicht zu 100% sicher wirksam, da jährlich andere Virenstämme für die Erkrankung ursächlich sein können. Auch wenn die Impfung jedes Jahr angepasst wird, besteht kein sicherer Schutz, da die Viren sich in der Zeit verändern (Mutation). [11]

Generell sollte jede Grippeerkrankung schulmedizinische behandelt werden, da es sich um eine komplexe und schwerwiegende Erkrankung handelt, die im schlimmsten Fall auch schwere Komplikationen nach sich ziehen kann, wie z.B. Lungenentzündung (Pneumonie), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Entzündungen von Nerven (Neuritis). Die Behandlung mit Schüßler Salzen sollte daher lediglich unterstützend erfolgen.[12]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe