Husten Festsitzend: FAQ

Festsitzenden Husten lösen

Festsitzender Husten tritt häufig zu Beginn einer gewöhnlichen Erkältung auf. In der Regel geht er nach wenigen Tagen in einen verschleimten Husten über. Nach 7 bis 10 Tagen klingen die Erkältungssymptome von allein ab.

Der folgende Text informiert darüber, mit welchen allgemeinen Maßnahmen, Hausmitteln und Medikamenten der Löseprozess unterstützt werden kann und wann ein Arztbesuch erforderlich wird.

Behandlung

Husten kann viele verschiedene Ursachen haben. Nächtliche Hustenattacken mit Atemnot treten häufig bei Asthma bronchiale auf, anhaltender Reizhusten ohne Schleimbildung oder weitere Erkältungsmerkmale kann eine unerwünschte Wirkung eines Arzneimittels zur Behandlung von Bluthochdruck (ACE-Hemmer-Husten) sein, morgendliches Abhusten von bräunlich-schwärzlichem Schleim deutet möglicherweise auf einen Raucherhusten hin.

Im Folgenden wird nur auf Husten eingegangen, der im Rahmen einer akuten Erkältung auftritt. Typische Begleitsymptome sind Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, leichtes Fieber sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Bei bestehenden Vorerkrankungen, schweren oder untypischen Verläufen, lang anhaltenden Beschwerden oder hohem Fieber sollte stets ein Arzt zu Rate gezogen werden.[1]

Allgemeine Maßnahmen:

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei Erkältungskrankheiten unerlässlich, insbesondere, wenn der Betroffene stark schwitzt. 2 Liter pro Tag in Form von Wasser oder Tees gelten als optimal. Auf Fruchtsäfte sollte möglichst verzichtet werden, da die enthaltenen Fruchtsäuren die ohnehin gereizten Schleimhäute zusätzlich in Mitleidenschaft ziehen können.

Trockene Heizungsluft entzieht den Schleimhäuten Feuchtigkeit und macht sie so anfällig für das Eindringen von Viren und Bakterien. Tipp: Im Winter einfach eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Speziell, wenn bereits ein Infekt vorliegt, ist das Befeuchten der Atemwege wichtig, um weiteren Reizungen vorzubeugen.

Raucher sollten während einer Erkältung den Tabakkonsum meiden. Die Inhaltsstoffe hemmen die Bewegung der Flimmerhärchen des Atemtrakts und damit auch den Abtransport des Bronchialsekrets.

Hausmittel / Anwendungen: Diverse Tee-Sorten können helfen, den festsitzenden Husten zu lösen. Gut erforscht ist beispielsweise Thymiankraut, das sowohl das Sekret verflüssigt als auch entkrampfend auf die Bronchien wirkt. Außerdem besitzt Thymiankraut antibakterielle und antivirale Eigenschaften.

Ähnliche Effekte lassen sich auch durch Inhalation mit ätherischen Ölen erreichen. Gleichzeitig werden durch den heißen Wasserdampf die Atemwege befeuchtet, was sich beruhigend auf die gereizten Schleimhäute auswirkt. Hinweis: Das Wasser sollte bei der Anwendung nicht mehr kochen, sondern nur noch eine Temperatur von etwa 70°C aufweisen. Andernfalls verflüchtigen sich die ätherischen Öle zu schnell und gelangen nicht in ausreichender Menge in den Bronchialtrakt.

Medikamente:

In Apotheken stehen verschiedene Mittel mit schleimlösenden (expectorierenden) Effekten zur Verfügung. Einen hohen Stellenwert besitzen dabei die chemischen Wirkstoffe Ambroxol und Bromhexin. Sie unterstützen das Abhusten und können sogar die Wirkung einiger Antibiotika fördern. Beide sind für Kinder ab 2 Jahren zugelassen. Da Bromhexin im menschlichen Körper zu Ambroxol umgewandelt wird, besitzen die Stoffe letztendlich dieselben Eigenschaften.

Extrakte aus Efeublättern besitzen viele unterschiedliche Qualitäten. Sie lösen den Schleim, lindern den lästigen Hustenreiz, ohne das nötige Abhusten zu unterdrücken, entkrampfen die Bronchien und lindern Entzündungsprozesse. Bestimmte Darreichungsformen wie alkoholfreie Säfte sind – unter ärztlicher Kontrolle – bereits für Säuglinge geeignet.[2]

Zu beachten

Bestimmte Personengruppen sind aufgrund ihrer Vorerkrankungen oder eines allgemein verminderten Immunstatus besonders anfällig, schwere und komplizierte Verläufe bei Erkältungskrankheiten zu erleiden. Daher sollten diese Menschen grundsätzlich einen Arzt aufsuchen, wenn festsitzender Husten auftritt. Betroffen sind vor allem Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma bronchiale,Immunsupprimierte (z.B. Transplantatempfänger oder HIV-Patienten), Diabetiker, Senioren, Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere.[3]