Grippe Beim Kind: Allgemein

Grippeimpfung bei Kleinkind

© PantherMedia / Sergey Khamidulin

Nicht nur Erwachsene haben mindestens einmal im Jahr mit einer Grippe zu kämpfen, auch Babys und Kleinkinder können betroffen sein. Hier tritt sie sogar häufiger auf, da Kleinkinder ein schwächer entwickeltes Immunsystem als Erwachsene haben. Für Kleinkinder gibt es sogar eine spezielle Influenza-Impfung. Was die Grippeimpfung ist, was dabei passiert und wie sie bei Kleinkindern wirkt, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Die Grippe wird durch Influenza-Viren hervorgerufen. Diese Viren werden sehr schnell von Mensch zu Mensch übertragen. Auch Kleinkinder können so sehr schnell infiziert werden. Bei Kleinkindern ist es wichtig zu wissen, dass sie ein noch nicht vollständiges entwickeltes Immunsystem haben. Eine Grippeerkrankung kann sie also weit schwerer treffen als einen Erwachsenen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) gibt jedes Jahr Empfehlungen heraus, wer sich gegen Grippe impfen lassen sollte. Kinder zählen in die Risikogruppe, die sich impfen lassen sollte. Kinder können ab dem 6. Lebensmonat gegen geimpft werden. [1]

Präventionsmaßnahmen

Die STIKO empfiehlt eine Impfung bei Kindern immer dann, wenn das Kind selbst besonders gefährdet ist oder andere gefährdete Personen anstecken kann. Besteht bei dem Kind selbst oder bei Menschen in der näheren Umgebung des Kindes eine andere Grunderkrankung, so kann die Grippe hier schwere Auswirkungen haben. Insbesondere gefährdet sind Kinder mit:

  • Chronischen Atemwegserkrankungen
  • Herz- und Lungenproblemen
  • Diabetes mellitus
  • Beeinträchtigungen des Immunsystems (etwa durch HIV)

Es stehen sowohl ein Tot- als auch ein Lebendimpfstoff zur Verfügung. In der Regel wird der Totimpfstoff angewandt. Bei Kindern sind allerdings beide Impfstoffe gebräuchlich. Ansonsten gesunde Kinder überstehen eine Impfung ohne größere Probleme. Bei Kindern, bei denen bereits eine andere Grunderkrankung vorliegt, wird eher der Totimpfstoff verwendet, da dieser weniger aggressiv ist. [2]

Die Unterscheidung Lebend- oder Totimpfstoff hat Auswirkungen auf die Stärke des Schutzes, den die Impfung gewährleistet. Ein Lebendimpfstoff aktiviert das Immunsystem. Es bildet somit Gedächtniszellen, die es speichert. Bei einem erneuten Kontakt mit den Antigenen der Grippe-Viren wird das Immunsystem so sofort aktiviert. [3]

Mythen

Es ist wichtig zu wissen, dass die Annahme ein geimpftes Kind könne nicht mehr an Grippe erkranken, falsch ist. Die Grippeimpfung ist lediglich eine Präventionsmaßnahme, mit der das Risiko einer Erkrankung gesenkt werden kann. Sie stellt jedoch keinen vollständigen Schutz dar. Auch geimpfte Kinder können also eine Grippe bekommen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe