Grippe Und Erkältung: Wiki

Inkubationszeit Erkältung & Grippe

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Sowohl die Erkältung als auch die Grippe sind Erkrankungen der Atemwege. Erwachsene erliegen einer Erkältung durchschnittlich 2-4-mal im Jahr.[1] Grippewellen treten in den Wintermonaten auf, in regelmäßigen Abständen entstehen Epidemien.

Hintergrundwissen und Informationen über die Inkubationszeiten bei der Virusgrippe und Erkältung werden im Folgenden aufgezeigt.

Fakten zum Thema

Die Virusgrippe (Influenza, auch echte Grippe genannt) zeigt im Vergleich zur gewöhnlichen Erkältung einen schwereren Krankheitsverlauf, der unter gewissen Umständen zu gravierenden Komplikationen führen kann.[2] Die Influenza-Viren werden der Familie der Orthomyxoviridae zugeordnet und in die drei Virustypen Influenza A, B und C eingeteilt. Die Influenza A gilt als der gefährlichste Influenzatyp.[3] Die Krankheitssymptome setzen oft schlagartig und heftig ein.

Die Erkältung wird hauptsächlich durch 200 verschiedene Viren ausgelöst.[4] Zu den häufigsten zählen:

  • Rhinoviren
  • Coronaviren
  • Adenoviren
  • Parainfluenzaviren.[5]

Seltener liegt der Erkältung eine bakterielle Infektion zugrunde. Der Krankheitsverlauf ist selbstlimitierend mit moderaten Beschwerden.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, liegt bei der Influenza zwischen 1-3 Tagen. Bei der aviären Influenza (Vogelgrippe, Influenza-Typ A) beträgt sie 2-5 Tage.[6] Die Beschwerden erscheinen dann plötzlich, meist schwer und halten für einige Tage an.

Bei einer Erkältungskrankheit zeigen sich unterschiedliche Inkubationszeiten. Dies hängt davon ab, um welchen Virus es sich handelt. Im Durchschnitt vergehen 2 Tage, bis erste Symptome wahrgenommen werden.[7]

Im Falle einer Infektion mit Rhinoviren ist die Inkubationszeit besonders kurz. Hier können erste Anzeichen der Krankheit schon nach wenigen Stundenauftreten.[8]

Während der Inkubationszeit infizieren die Krankheitserreger die Wirtszellen in den Schleimhäuten (Mucosa) der Atemwege. Sie gelangen über spezifische Antigene (Stoffe, die von Antikörpern gebunden werden) ins Zellinnere, wo es sodann im Zellkern zur Vervielfältigung (Replikation) des viralen Genoms kommt und neue Viren aus der Zelle freigelassen werden. Dieser Vorgang wird als Replikationszyklus der Viren bezeichnet und ist je nach Virustyp nach etwa 6-10 Stunden abgeschlossen.[9][10]

Die Dauer der Inkubationszeit kann neben dem Virustyp noch von weiteren Faktoren beeinflusst werden.

Zum einen ist sie von der viralen Dosis abhängig. D. h. eine große Menge an Viruspartikeln kann die Inkubationszeit verkürzen.

Zum anderen kann die allgemeine Verfassung des Infizierten entscheidend sein. Gesunde, trainierte Menschen mit einem intakten Immunsystem haben größere Chancen eine Krankheit noch abzuwenden, sodass diese gar nicht erst ausbricht.

Daher kann es durchaus nützlich sein, das Immunsystem zu stärken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, wenig Stress und regelmäßiges, moderates Training können dazu beitragen.[11][12] Ebenso kann eine ausreichende Menge Schlaf die Immunabwehr fördern. Während des Schlafs wird das immunologische Gedächtnis gefestigt. Weiterhin werden proinflammatorische (entzündungsfördernde) Hormone produziert, darunter auch das Wachstumshormon. Die Hormone aktivieren die Zellabwehr und leiten die Zellregeneration sowie Zellwachstum und -teilung (Zellproliferation) ein.[13]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe