Husten Beim Baby: Anwendungen

Thymian gegen Husten (Baby)

© PantherMedia / Wong Sze Fei

Bei einem Baby tritt Husten (Tussis) noch weitaus häufiger auf als bei Erwachsenen. In der Regel kann er aber mit verschiedenen Hausmitteln gut gelindert werden. Dazu gehören zum Beispiel Wirkstoffe, die in Thymian enthalten sind.

Wie Thymian im Körper wirkt, warum er gegen Husten hilft und wie er angewendet wird, soll im Folgenden erklärt werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Thymian ist ein Gewächs, das schon seit vielen Jahrtausenden für seine vielfältigen Eigenschaften bekannt ist. Unter anderem enthält Thymian ätherische Öle. Diese wirken bei Husten schleimlösend und erleichtern somit das Abhusten von Bronchialsekret. Insgesamt enthält Thymian etwa 1-2,5 Prozent ätherische Öle. Von diesen sind es vor allem folgende Stoffe, die für die Wirksamkeit von Thymian gegen Husten verantwortlich sind:

  • Thymol
  • Carvacrol
  • Lamiaceengerbstoffe
  • Flavonoide

Thymol zum Beispiel, hat eine desinfizierende, antibakterielle und fungizide Wirkung und wirkt zudem entspannend auf die gereizte Bronchialmuskulatur.

Thymian kann also helfen die Symptome zu lindern und so den subjektiven Leidensdruck bei einer Infektionskrankheit mindern. [1]

Ätherische Öle sollten allerdings nicht bei Babys und Kleinkindern angewandt werden. Die Öle sind meist hochkonzentriert und die Wirkungen bei Babys sind noch nicht in ausreichendem Maße erforscht.

Empfehlungen zur Anwendung & Dosierung

Thymian wird meist in Form von ätherischem Öl verkauft. Er kann dann bei Erwachsenen als Zugabe zu Inhalationen oder Dampfbädern genutzt werden. Alternativ kann auch etwas von dem Öl auf ein Baumwolltuch gegeben und dieses auf die Brust gelegt werden. Auch so werden die für den Körper wichtigen Stoffe mit der Atemluft in die Atemwege transportiert und können hier wirken.

In verdünnter Form kann Thymianöl auch auf die Brust gerieben werden. Eine etwas veraltete, aber dennoch wirksame Anwendung ist die in Form von kleinen Säckchen oder Sträußchen. Diese können über das Bett gehängt werden und verbreiten dann ihre Wirkstoffe im Raum. [2] Auf diese Art gelangen nicht zu viele Wirkstoffe in die Raumluft, so dass diese Variante auch bei Babys und Kleinkindern angewandt werden kann.

Zu beachten

Leidet ein Säugling an Husten, so sollte dieser von einem Pädiater untersucht und behandelt werden. Meist ist ein einfacher grippaler Infekt die Ursache, allerdings sollten schwerere Krankheiten, wie beispielsweise Keuchhusten, ausgeschlossen werden.

Thymianöl sollte nie in unverdünnter Form angewandt werden. Es besteht dieGefahr, dass es zu einer starken Reizung der Haut bzw der Schleimhäutekommt. Menschen mit Asthma dürfen generell nicht mit Thymian oder anderen ätherischen Ölen inhalieren. Durch eine Reizung des Bronchialschleimhaut kann ein Asthmaanfall ausgelöst werden. [3]