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Husten bei Kleinkindern – wie lange normal?

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Husten (Tussis) ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern stellt entweder eine akute Reaktion des Körpers, beispielsweise beim Verschlucken eines Fremdkörpers, oder ein Symptom einer Krankheit dar. Wie lange krankheitsbedingter Husten bei Kleinkindern andauern kann, hängt im Wesentlichen von der Ursache ab.

In welchen Zeitraum ist Husten jedoch gefährlich und könnte auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen? Über die Dauer von verschiedenen Hustentypen sowie deren Symptome soll der folgende Text aufklären.

Erkältungs- oder grippebedingter Husten

Husten kann Symptom einer Erkältung (grippaler Effekt) oder einer Grippe (Influenza) sein, welche beide durch Viren ausgelöst werden. Weitere Begleitsymptome dieser beiden Erkrankungen können sein:

  • Halsschmerzen (Pharyngitis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)
  • Fieber (Pyrexie)

Da diese Erkrankungen durch Viren ausgelöst werden, hilft Antibiotika hierbei nicht, um die Hustendauer zu verkürzen. [1] Meist ist eine Erkältung oder eine Grippe nach sieben bis zehn Tagen überstanden. Doch wenn die anderen Symptome bereits abgeklungen sind, kann sich der Husten noch zäh halten. Ein trockener Reizhusten kann bis zu drei Wochen bestehen. [2]

Keuchhusten

Keuchhusten [3] (Pertussis) ist eine äußerst ansteckende, bakterielle Erkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Besonders gefährdet sind Kleinkinder. Die Krankheit zeigt zu Beginn die gleichen Symptome wie bei einer Erkältung. Nach ein bis zwei Wochen folgen jedoch schwerwiegendere Symptome:

  • trockener Husten
  • keuchendes Einatmen der Luft
  • mehrere Minuten andauernde Hustenkrämpfe
  • tritt oft in der Nacht auf
  • Auswürgen von zähem Schleim und Erbrechen
  • Schlaf- und Appetitlosigkeit
  • Fieber eher selten

Bei Ausbruch der Krankheit bei ungeimpften Kindern kann Antibiotika helfen, so kann auch die Hustendauer um 5 Tage verkürzt werden. Im Regelfall dauert der Keuchhusten ebenfalls drei Wochen an. [4]

Krupphusten

Krupphusten [5] (Pseudo-Krupp) bezeichnet eine Erkrankung, bei der die Schleimhäute unterhalb des Kehlkopfes betroffen sind. Üblicherweise treten die Symptome einer Erkältung auf, jedoch kommen hierbei noch Atemnot, Herzklopfen und Stidor (ungewöhnliche Geräusche bei Einatmen) hinzu. Krupphusten wird durch Viren ausgelöst, auch hier zeigen Antibiotika keine Wirkung. Die Dauer des Krupphustens beträgt drei bis vier Tage. [6]

Zu beachten

Husten muss nicht zwangsläufig mit einer dieser Erkrankungen zusammenhängen, da das Symptom in Verbindung mit vielen verschiedenen Krankheitsbildern genannt wird. Sobald Begleiterscheinungen, wie blutiger oder eitrig-schleimiger Auswurf, hohes Fieber oder Bauchschmerzen auftreten, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.