Husten Bluthusten: Krankheitstypen

Reizhusten mit Blut

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Da Husten oft im Rahmen einer Erkältung auftritt, ist dieser selbst meist wenig besorgniserregend. Fallen jedoch blutige Auflagerungen im abgehusteten Sekret auf kann das zu einem Unbehangen für den Betroffenen führen.

Die folgenden Abschnitte werden hierzu die medizinische Datenlage, die zugrunde liegende Biologie und die zu beachtenden Risiken näher erläutern.

Medizinische Fakten

Das Abhusten von Lungensekret mit kleinsten Blutbeimengungen (Hämoptysen) ist während einer Phase besonders heftigen Reizhustens kein Anlass zur Sorge. Entscheidend ist, dass der Bluthusten nach wenigen Tagen wieder verschwindet, spätestens aber mit Ende der Erkältungssymptome. [1]

Ist dies nicht der Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden um mögliche andere Ursachen festzustellen.

Biologischer Zusammenhang

Werden die Atemwege von einem Erreger angegriffen kommt es durch Schädigung der Atemschleimhaut zu dessen Reizung, was für gewöhnlich als trockener Reizhusten wahrgenommen wird. In Folge dessen löst das Immunsystem dort eine Entzündungsreaktion aus.

Über körpereigene Signalstoffe werden die Gefäße in unmittelbarer Umgebung der Reizung weitgestellt, sodass mehr Immunzellen eingeschwemmt werden können. Gleichzeitig werden die Gefäßwände durch den vergrößerten Gefäßdurchmesser ausgedünnt, wodurch es verschiedenen Zellen der Immunabwehr erleichtert wird in das infizierte Gebiet einzuwandern. Das Areal wird rot, schwillt an und die Schmerzen verstärken sich durch vom Immunsystem freigesetzte Schmerzmediatoren.

Bei besonders heftigem Husten kann nun die mechanische Belastung der Atemschleimhaut zu Verletzungen kleiner bronchialer Gefäße (Aa. bronchiales) führen. Sie sind für die Blutauflagerungen im Sekret verantwortlich.

Zu beachten

Gerade im Verlauf chronischer Krankheiten der Lunge (z.B. chronische Bronchitis) kann es häufiger zu Blutbeimengungen im abgehusteten Sekret kommen und sind entsprechend seltener bei akuten Krankheiten wie der Erkältung (grippaler Infekt).

Die Liste möglicher Diagnosen für Hämoptysen ist lang und in 10-15% sind sie Leitsymptom einer tumorassoziierten Erkrankung.

Kommen zu den Erkältungssymptomen auch Symptome wie:

  • Gewichtsverlust
  • Plötzliches Fieber über 39°
  • Atemnot
  • Einseitige Beinbeschwerden
  • Blaue Lippen (Hypoxie)

Hinzu oder lag ein Auslandsaufenthalt in der direkten Vergangenheit sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.