Husten Hustenreiz: Begleiterscheinungen

Hustenreiz und Atemnot

© PantherMedia / Arne Trautmann

Hustenreiz und Atemnot (Dyspnoe) können ein Indiz für vielerlei Krankheiten sein. Generell stellt eine Atemnot ein auf alle Fälle zu behandelndes Symptom dar. Im Folgenden werden medizinische Fakten, der biologische Zusammenhang und zu Beachtendes dieser Symptome näher erläutert.

Medizinische Fakten

Zunächst einmal sollte bei Husten mit Luftnot unterschieden werden, ob der Husten neu aufgetreten ist (akut), oder sich bereits chronifiziert (häufig wiederkehrt / länger besteht) hat.

Akuter Husten mit Luftnot kann auf folgende Erkrankungen zurück gehen: Viraler Infekt der oberen Atemwege, Lungenstauung bei Linksherzinsuffizienz, akute Bronchitis, Lungenembolie.

Handelt es sich um einen viralen Infekt gehen diese Symptome oftmals mit weiteren einher: Fieber, Schnupfen, Brennen hinter dem Brustbein beim Husten, Auswurf von zähem Schleim, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit.

Bei einer Lungenstauung stellt sich anfangs Husten, brodelnde Einatemgeräusche und eine immer stärker werdende Atemnot ein, die es auf alle Fälle schnellstmöglich zu behandeln gilt.

Bei einer Bronchitis handelt es sich um eine Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion, meistens verursacht durch Viren (Rhinoviren, Adenoviren, Coxsackieviren, ECHO-Viren). [1]

Bei einer Lungenembolie können zusätzlich zu Husten und Atemnot noch eine erhöhte Herz- und Atemfrequenz (Tachykardie bzw. Tachypnoe), Angst- und Beklemmungsgefühle und Brustschmerzen als Begleitsymptome in Erscheinung treten. [2]

Bei chronischem Husten und Atemnot kann Asthma Bronchiale eine mögliche Ursache darstellen. [3] Hierbei kommt es anfallsweise zu Atemnot infolge einer Atemwegsverengung (Bronchokonstriktion), aufgrund von Allergenen, Medikamenten, chemischen Irritationen, kalte Luft, Überanstrengung bei sportlichen Tätigkeiten etc. Das Leitsymptom bei einem asthmatischen Anfall spiegelt sich als verlängertes, mit einem pfeifenden Geräusch einher gehendes erschwertes Ausatmen (expiratorischer Stridor) wider. [4]

Biologischer Zusammenhang

Sind der Husten und die Atemnot viraler Herkunft, also einer Erkältung oder einer Bronchitis geschuldet, kommt es zu einer Entzündung und zum Anschwellen der Schleimhäute der oberen Atemwege. Diese führen zu einer Reizung der Hustenreflexrezeptoren, die sich in den unteren und oberen Atemwegen befinden. Überdies kann sich diese Entzündung in einer Produktion von zähem Schleim äußern, der in weiterer Folge die Lichtung der Atemwege leicht einschränkt und so ein subjektives Gefühl von Atemnot vermitteln.

Bei einer Lungenstauung, kommt es zu einem Rückstau des Blutes von dem Herz in die Lunge und dadurch zu einer Flüssigkeitsansammlung in dieser (Lungenödem). Infolge der vorhandenen Flüssigkeit können nicht mehr alle Lungenbläschen, diefür den Sauerstoffaustausch verantwortlich sind, belüftet werden – das verfügbare Lungenvolumen sinkt reflektorischer Husten und Atemnot stellen sich ein.

Anders als bei der Lungenstauung liegt der Lungenembolie eine mangelnde Blutversorgung des Lungengewebes vor. Durch ein Blutgerinnsel wird hierbei die Lungenarterie verstopft, die normalerweise mit Kohlenstoffdioxid angereichertes Blut führt und zur Aufgabe hat, dieses Kohlenstoffdioxid gegen frischen Sauerstoff in der Lunge auszutauschen. Eine adäquate Aufnahme von frischem Sauerstoff ist dadurch nicht mehr gegeben – das Gehirn reagiert mit Husten und vermittelt das Gefühl von Atemnot.

Wie oben schon erläutert stellen chronischer Husten und Atemnot mögliche Symptome für Asthma bronchiale dar. Hierbei reagiert der Körper auf, für ihn, fälschlicherweise schädlich verstandenen Umstände mit einer Ausschüttung eines Botenstoffen (Histamin), der in weiterer Folge ein Zusammenkrampfen der luftführenden Wegen in die Lunge (Bronchiokonstriktion) und somit eine Atemnot bewirkt.

Zu Beachten

Generell bedarf jegliche Form des Hustens gemeinsam mit Atemnot einer medizinischen Abklärung von einem Haus- bzw. Lungenfacharzt. Stellen sich akute Symptome wie Beklemmungs- und Angstgefühle, Schwindel, Schmerzen die in den linken Arm ausstrahlen oder bläulich verfärbte Lippen (Zyanose) ein ist umgehend ein Arzt zu kontaktieren, da dies auf eine mögliche Lungenembolie, ein Lungenödem oder sogar einen Herzinfarkt hindeuten könnte und somit eine akute lebensbedrohliche Situation darstellen kann. Überdies sollten beim Auftreten dieser Symptome jegliche anstrengenden Tätigkeiten vermieden werden.