Husten In der Nacht: Homöopathie

Schüssler Salze gegen Husten (nachts)

© PantherMedia / Kirill Ryzhov

Husten (Tussis) ist ein körpereigener Reflex, welcher der Reinigung der Atemwege dient. Er tritt als Krankheitssymptom bei fast jeder Form von Atemwegs- oder Lungenerkrankungen auf und kann sowohl chronische als auch akute Ursachen haben.

Ist der Husten trocken, so wird er als unproduktiv bzw. als Reizhusten bezeichnet. Dieser Reizhusten tritt oftmals zu Beginn grippaler Infekte aufgrund der Reizung der Schleimhäute durch Viren und Bakterien auf. Da die Bronchien in dieser Phase jedoch noch nicht übermäßig viel Schleim produzieren, kann noch nichts abgehustet werden. Der Hustenreiz wirkt somit nicht erleichternd und kann vor allem nachts sehr beschwerlich und belastend werden.

Ist der Husten Symptom eines grippalen Infekts, so geht der Reizhusten nach wenigen Tagen meist in einen produktiven, schleimigen Husten über und klingt innerhalb einer Woche wieder deutlich ab. Treten keine Komplikationen wie Atemnot (Dyspnoe) oder hohes Fieber (Pyrexie) auf, so können Schüßler Salze die Beschwerden lindern und den Heilungsprozess anregen.[1]

Die Wahl des richtigen Präparats

Laut Dr. Wilhelm Schüßler sind die sog. Schüßler Salze biochemische Funktionsmittel, da sie sowohl den Aufbau als auch die Regulation der einzelnen Körperzellen beeinflussen. Seiner Vorstellung nach entstehen Krankheiten durch ein Ungleichgewicht im Mineralstoffhaushalt der Zellen. Die Reize der Salze helfen dem Körper, seinen Nährstoffhaushalt wieder selbst zu regulieren und Krankheitserreger erfolgreich abzuwehren. Damit die Mineralstoffe aufgenommen werden können, müssen sie nach homöopathischer Art schrittweise verdünnt bzw. potenziert werden. Die Wirkstoffe können somit direkt von den einzelnen Zellen aufgenommen werden und dort ihre Wirkung entfalten.

Die Salze werden meist in den Potenzierungen D3, D6 und D12 angeboten. Welche der Schüßler Salze für die Behandlung bestimmter Krankheiten angemessen sind, entscheiden erfahrene Heilpraktiker und Ärzte meist aufgrund einer Antlitzdiagnose, da Mineral- und Nährstoffmängel sich oftmals durch typische Merkmale im Gesicht bemerkbar machen.[2]

Informationen zu Anwendung und Dosierung

In akuten Fällen empfiehlt sich die Einnahme einer Tablette alle 5 Minuten, solange bis die Beschwerden sich bessern. Bei leichten Symptomen oder chronischen Beschwerden sollten 3-6 Mal tägl. 1-2 Tabletten eingenommen werden. Kinder bekommen bei akuten Beschwerden eine Tablette alle 1-2 Stunden und ansonsten 3-4 Mal täglich jeweils eine. Werden die Salze als Globuli eingenommen, so entsprechen 5 Globuli jeweils einer Tablette.[3]

Empfohlene Schüssler Salze gegen Husten (nachts)

Einsatzzweck Mittel
nächtlicher Krampfhusten ohne Schleimlösung Ferrum phosphoricum (Nr. 3)

D12

3-6 Mal tägl. eine Tablette

trockener Husten während der Nacht, morgendliche Atemnot, trockener Kitzelhusten Natrium sulfuricum (Nr. 10)

D6

3-6 Mal tägl. eine Tablette

Hüsteln Natrium chloratum (Nr. 8)

D6

3-6 Mal tägl. eine Tablette

schwerlöslicher und fadenziehender Auswurf Magnesium phosphoricum (Nr. 7)

D6

3-6 Mal tägl. eine Tablette

heller und glasiger Auswurf, Wundheitsgefühl, rasselnder Husten Kalium chloratum (Nr. 4)

D6

3-6 Mal tägl. eine Tablette

zäher und grünlicher Auswurf Calcium phosphoricum (Nr. 2)

D6

3-6 Mal tägl. eine Tablette

[4]

Zu beachten

Wichtig ist, dass Husten keine eigenständige Krankheit, sondern nur ein Symptom darstellt, welches zahlreiche verschiedene Ursachen haben kann. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage der Selbstbehandlung deutlich oder sind sie nicht auf eindeutige Ursachen zurückzuführen, so sollte unbedingt ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aufgesucht werden. Dieser kann die zugrunde liegende Krankheit diagnostizieren, Notfälle erkennen und geeignete Behandlungsmaßnahmen vornehmen.