Husten In der Schwangerschaft: Risiken

Husten in der Schwangerschaft - gefährlich fürs Baby?

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Husten (Tussis) in der Schwangerschaft kann normalerweise für das Baby nicht gefährlich werden. Nur in der Spätschwangerschaft sollte die Betroffene vorsichtig sein, um keine vorzeitigen Wehen durch den Husten auszulösen.

Welche medizinischen Grundlagen und biologischen Zusammenhänge in diesem Zusammenhang wichtig sind und wie die Risiken bei Husten in der Schwangerschaft genau definiert sind, soll im Folgenden thematisiert werden.

Medizinische Fakten

Das Ungeborene ist in der Gebärmutter von Fruchtwasser umgeben, welches das Kind vor Erschütterungen schützt. Die Erschütterungen, die beim Husten entstehen, werden vom Fruchtwasser wirksam abgefangen. Das Kind schaukelt lediglich etwas, nimmt jedoch keinen Schaden. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass dies dem Kind gefällt. [1]

In der Spätschwangerschaft (ab ca. 38 SSW) kann es jedoch durch starkes Husten zu verfrühten Wehen kommen. [2][3]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Wenn es durch Husten zu Komplikationen kommt, die für das Baby gefährlich werden können, dann nur in der Spätschwangerschaft. Der weibliche Organismus bildet in dieser Zeit vermehrt Prostaglandine. Diese lassen den Muttermund langsam weich werden, damit er sich bei der Geburt weit genug aufdehnen kann, um das Kind hindurchzulassen.

Kommt es in dieser Phase zu Husten, steigt der Druck im Bauchraum(Intraabdominaldruck), wodurch die Gebärmutter komprimiert wird. Der Druck entweicht über den Muttermund, der dadurch immer weiter gedehnt und geöffnet werden kann. Die Kombination aus weichem Muttermund und erhöhtem Druck in der Gebärmutter kann zu verfrühten Wehen führen und eine Frühgeburt zur Folge haben.

Risiken

Risiken bestehen hauptsächlich durch Medikamente gegen Husten. Oft enthalten diese Zusätze, die für das Baby gefährlich sein können. Deshalb sollte nicht eigenmächtig gehandelt, sondern die Situation immer vorher mit einem Arzt besprochen werden. [4]

Bei den meisten Schwangeren treten keine durch Husten verursachte Komplikationen auf. Sollte es trotzdem einmal nötig sein, kann ein Arzt verträgliche Hustenstiller (Antitussiva) verschreiben.

Auch sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Husten in der Schwangerschaft nicht innerhalb von sieben Tagen nachlässt. [5]