Husten Mit Schnupfen: Begleiterscheinungen

Schnupfen, Husten u. Kopfschmerzen

© PantherMedia / citalliance

Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen sind in den meisten Fällen Symptome einer Grippe oder Erkältung. Erreger sind meistens Viren, als Ursache sind aber auch bakterielle Infekte möglich. Im folgenden Text wird erklärt, wie die Symptome entstehen und wann ein Arzt konsultiert werden sollte.

Medizinische Fakten

Husten und Schnupfen sind meist Symptome eines oberen Atemweginfektes. Dieser wird in der Regel von Viren ausgelöst, insbesondere sind hier Rhino-, Influenza-, Parainfluenza- und Adenoviren zu nennen. Gelegentlich kann ein oberer Atemwegsinfekt auch direkt durch Bakterien ausgelöst werden oder ein viraler Infekt wird durch eine bakterielle Superinfektion verkompliziert. Treten die Symptome zusammen mit Atembeschwerden oder einer beschleunigten Atmung auf und wird eventuell das Aushusten von blutigem oder farbigem Sekret beobachtet, kann es sich um einen Infekt der unteren Atemwege handeln, also um eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung (Pneumonie).

Gerade in der kalten Jahreszeit kommen Erkältungen häufig vor, da die Abwehrkräfte der Menschen zu dieser Zeit geschwächter sind. Zusätzlich halten sich die Menschen mit fortschreitender Kälte öfter in geschlossenen Räumen mit trockener Luft oder auch im öffentlichen Personennahverkehr auf. Die Ansteckung mit Erkältungserregern erfolgt in den meisten Fällen über Tröpfcheninfektionen, also über das Niesen, Händeschütteln oder Husten. Je enger Menschen zusammenleben, desto leichter haben es die Viren und Bakterien, den Weg zwischen zwei Wirten zu überwinden.  

Biologischer Zusammenhang

Bei einem viralen Infekt befallen Viren das Oberflächengewebe der Atemwege, um sich in diesen Zellen zu vermehren. Bei einer bakteriellen Infektion lagern sich die Bakterien meist diesem Gewebe direkt an. In beiden Fällen reagiert das umliegende Gewebe mit einer Entzündung, die Blutgefäße erweitern sich. Die Wände der Blutgefäße werden durchlässiger. Dadurch gelangen Immunzellen direkt an den Ort der Entzündung und können hier die Erreger entweder direkt unschädlich machen oder diese so vorzubereiten, dass spezialisierte Immunzellen nachkommen können. [1]

Um die Erreger zu binden, unschädlich zu machen und besser ausstoßen zu können (ob durch Husten, Niesen oder Schnäuzen) produzieren die Atemwege vermehrt Schleim. Da dieser eine hohe Last an Erregern zeigt, ist er besonders ansteckend. Durch den Schleim wird das Flimmerepithel des Atmungstraktes stimuliert und es kommt zum Hustenreiz.

Die Schwellung der Atemwege und die Schleimproduktion können sich bis in die Nasennebenhöhlen ausbreiten, wo sie durch die veränderten Druck- und Belüftungsverhältnisse Kopfschmerzen auslösen können. [2] Auch die veränderte Atmung durch eine verlegte Nase und der zusätzliche Druckaufbau durch intensives Husten oder Schnäuzen führen nicht selten zu Kopfschmerzen bei einer Erkältung.

Zu beachten

Kommen zu einer normalen Erkältung Symptome wie Luftnot, unaufhörlicher Hustenreiz oder schwere neurologische Symptome, wie Verwirrung oder Bewusstseinsveränderungen hinzu, sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn nach mehreren Wochen weiterhin Kopfschmerzen und festsitzender Schnupfen beobachtet werden, sollte eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung ausgeschlossen werden. Insbesondere in der Winterzeit ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen und um eine Ansteckung zu vermeiden niemanden direkt anzuhusten oder anzuniesen.

Da sich Viren sehr schnell verändern können, ist es hier schwerer, als bei Bakterien einen dauerhaften Immunschutz aufzubauen. Das bedeutet, dass man auch mehrmals an den gleichen Viren erkranken kann. Etwas eingedämmt werden kann dies beispielsweise durch eine saisonale Grippeschutzimpfung, die die aktuellen Veränderungen des Influenza-Virus berücksichtigt.[3] Diese Impfung schützt nicht gegen jeglichen winterlichen Erkältungsvirus, kann jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit schwere Komplikationen einer Influenza-Infektion, also der „echten Grippe“, verhindern. [4]