Schnupfen Beim Baby: FAQ

Husten u. Schnupfen (bei baby)

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Nicht nur Erwachsene werden von typischen Infekten wie einer Erkältung heimgesucht. Auch Babys und Kleinkindern können von Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) geplagt werden. Gerade bei einem Baby scheint die Behandlung zunächst meist schwieriger als bei einem Erwachsenen. Neben einer ärztlichen Therapie gibt es aber auch eine Reihe von Hausmitteln, die schon im jüngsten Alter angewendet werden können. Welche Hausmittel das sind, wie sie genau angewendet werden und was es zu beachten gilt, wird im Folgenden näher ausgeführt.

Hausmittel gegen Husten und Schnupfen bei Babys

Eine Erkältung macht auch vor einem Baby nicht Halt und stellt meist eine hohe Belastung für Kind und Eltern dar. Einige Hausmittel können die Genesung unterstützen sowie Husten und Schnupfen lindern.


Ballonspritze

Ballonspritzen dienen zur Reinigung der Atemwege bei Babys und Kleinkindern, die noch nicht selbst ihre Nase putzen können. Die Reinigung erfolgt mit einer Kochsalzlösung, die käuflich erworben oder auch selbst hergestellt werden kann. Dazu wird einfach ein halber Teelöffel Kochsalz in 240 ml warmem Wasser gelöst. Für die Anwendung sollte der Kopf des Babys leicht nach hinten geneigt werden. Anschließend werden 10 bis 20 Tropfen der Lösung mit der Ballonspritze in jedes Nasenloch geträufelt. Nach etwa 10 Sekunden wird die zusammengedrückte Ballonspritze erneut in das Nasenloch eingeführt. Durch das langsame Loslassen der Spritze wird die Lösung zusammen mit dem gelösten Sekret wieder herausgesaugt. Dieser Vorgang sollte zum Schutz der empfindlichen Nasenlöcher nur einmal täglich durchgeführt werden.


Dampf

Durch das Einatmen von Dampf, also feuchter Luft, wird eine Befeuchtung der Schleimhäute sowie eine Lösung des festsitzenden Sekrets bewirkt. Gleichzeitig wird so auch meist der Hustenreiz gelindert. Neben der Verwendung von käuflichen Varianten wie einem Luftbefeuchter oder Verdampfer kann eine Behandlung mit Dampf auch leicht selbst durchgeführt werden. Dazu wird das Baby in einem Badezimmer voller Dampf warm gebadet. Dem Badewasser können zusätzlich ein paar Tropfen Menthol, Eukalyptus oder Kiefernöl beigefügt werden, da diese eine antibakterielle und ebenfalls schleimlösende Wirkung haben.


Viel trinken

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um einer Austrocknung (Dehydrierung) vorzubeugen. Außerdem werden dadurch die Sekrete in den Atemwegen verdünnt und können leichter abtransportiert werden. Gerade warme Flüssigkeiten lindern auch Halsbeschwerden durch den Husten. Säuglinge unter 6 Monaten sollten nur Muttermilch oder Muttermilchersatz erhalten. Für ältere Babys eignen sich auch Wasser, Tee und ggf. Suppe. Für Babys wird allgemein Kamillentee als geeignet empfohlen; vor der Gabe anderer Teesorten sollte vorher mit einem Arzt gesprochen werden.[1]

Wie auch bei Erwachsenen klingen die Symptome bei Babys meist von selbst ab, wenn die zugrunde liegende Ursache wie z. B. eine Erkältung überstanden ist.[1]

Zu beachten

Ein krankes Baby ist für die Eltern meist eine große Belastung und mit vielen Sorgen verbunden. In der Regel sind Husten und Schnupfen aber unbedenklich, wenn sie nicht von weiteren Symptomen begleitet werden. Sollten zusätzliche Symptome wie Fieber (Pyrexie) auftreten, ist ein Kinderarzt aufzusuchen. Bei der Anwendung verschiedener Mittel wie Tees oder Nasentropfen ist es empfehlenswert, diese im konkreten Fall mit dem Arzt abzuklären.[2]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen