Schnupfen Beim Kind: Begleiterscheinungen

Husten u. Schnupfen (Kind)

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Die Symptome Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinits) sind bei Kindern nicht selten und in der Regel Ausdruck einer Erkältung. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und die möglichen Risiken von Husten und Schnupfen bei Kindern, näher dargelegt werden.[1]

Medizinische Fakten

Kinder sind bis zu acht Mal jährlich von Schnupfen (Rhinitis) und Husten (Tussis), im Rahmen einer Erkältung, betroffen. Es handelt sich dabei um eine meist virale Infektion der Atemwege, welche bevorzugt in den Herbst- und Wintermonaten in Erscheinung tritt. Da die auslösenden Viren (z.B. RS- Viren, Rhinoviren oder Adenoviren) mittels Tröpfchen übertragen werden können, steigt die Ansteckungswahrscheinlichkeit im Kindergartenalter an. Im „Schulalter“ hingegen, nimmt Aufgrund des bereits besser „trainierten“ Immunsystems die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung wieder ab.[2]

Meist kommt es nach 1- 2 Tagen Inkubationszeit zur typischen, „laufenden“ Nase. Die Infektion beschränkt sich nur selten auf die Nasenschleimhaut und führt oft zu weiteren Symptomen wie z.B. Husten, Niesen, Halsschmerzen oder Fieber. In den ersten zwei bis drei Tagen nimmt die Intensität der Symptome häufig zu. In der Regel nimmt die Infektion jedoch einen selbstlimitierenden Verlauf und sollte nach sieben bis zehn Tagen überstanden sein. Der Hustenreiz bleibt allerdings häufig bis zu drei Wochen bestehen.[4][3]

Biologischer Zusammenhang

Bei Kindern, ins Besondere bei Säuglingen, ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift und reagiert daher nicht ausreichend effektiv auf Eindringlinge. Die Krankheitserreger durchdringen die Schleimhaut der Atemwege, vermehren sich und führen dadurch zu einer Infektion. Häufig beginnt die Erkältung, mit einer Infektion der Nasenschleimhaut, welche das entzündete Gewebe anschwellen und vermehrt Sekret produzieren lässt. Dies führt zum klassischen Schnupfen (Rhinitis). Wie bereits erwähnt, beschränkt sich die Infektion in der Regel nicht auf die Nasenschleimhaut. Oft breitet sich auch auf andere Teile des oberen bzw. unteren Atemtrakts aus und führt z.B. bei einer Entzündung der Bronchien (akute Bronchitis) oder der Luftröhre (akute Tracheitis) zum quälenden Husten. Durch die Viral bedingte Schädigung der Schleimhaut, gesellen sich häufig noch Bakterien hinzu und führen zu einer sekundären Infektion (Superinfektion). [3]

Zu beachten

Sollte sich die Infektion der Atemwege nach zehn Tagen nicht deutlich gebessert haben, muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden.[5]

Nicht selten kommt es bei Kindern, im Rahmen einer Infektion der unteren Atemwege, zu einer Verengung (Obstruktion) der Bronchien. Es wird davon ausgegangen, dass jedes zweite Kind, in den ersten sechs Lebensjahren, mindestens einmal eine obstruktive Bronchitis durchmacht. Ein Leitsymptom, sind die exspiratorischen Atemgeräusche, welche häufig schon mit bloßen Ohren zu hören sind. In diesem Fall muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.[6]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen