Schnupfen In der Schwangerschaft: Begleiterscheinungen

Husten u. Schnupfen (in der Schwangerschaft)

© PantherMedia / Tatiana Gladskikh

Während der Schwangerschaft gilt es, besonders gut auf sich zu achten. Auch bei Symptomen wie Husten (Tussis) oder Schnupfen (Rhinitis) sollte man aufmerksam werden, da es unterschiedliche Ursachen dafür geben kann. Wissenswerte medizinischen Fakten zu Husten und Schnupfen sowie deren biologische Zusammenhänge sollen im Folgenden erläutert werden. Außerdem wird erklärt, welche Risiken mit diesen Symptomen in der Schwangerschaft verbunden sein können.

Medizinische Fakten

Treten die Symptome akut auf, werden Husten und Schnupfen vor allem durch Erkältungs-Viren verursacht. Von diesen Viren gibt es ca. 200 verschiedene Erreger, vor allem Rhinoviren und Adenoviren lösen Schnupfen und Husten aus. Sie werden über Tröpfcheninfektion übertragen, sodass die Erreger beim Sprechen, Niesen oder Husten leicht in die Luft gelangen und so Mitmenschen infizieren können. Mitunter kommen bei einer Erkältung außerdem noch folgende Begleiterscheinungen hinzu:

  • Halsschmerzen (Pharyngitis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Bronchitis)
  • Allgemeine Abgeschlagenheit[1]

Ist der Schnupfen chronisch, kann es sich entweder um eine Allergie handeln, höchstwahrscheinlich ist jedoch ein Schwangerschaftsschnupfen (Schwangerschaftsrhinitis) die Ursache. Dieser kommt häufig vor, da die Hormonumstellung der Frau für viele Veränderungen im Körper sorgt und so auch ohne ohne Einwirkung eines Erregers ein Schnupfen entstehen kann. Es wird angenommen, dass etwa 30% aller Schwangeren unter einem solchen Schwangerschaftsschnupfen leiden.[2] Typisch für dieses Krankheitsbild ist, dass die Symptome gegen Ende der Schwangerschaft auftreten und mit der Geburt des Kindes automatisch wieder verschwinden.[3]

Im Falle einer Allergie wären die Schleimhäute durch ein bestimmtes Allergen irritiert worden, wodurch es außerdem noch zu Jucken in Augen, Nase oder Hals kommen kann.

Biologischer Zusammenhang

Ein Virus gelangt über die Atemwege leicht in den Körper und greift hier die körpereigenen Zellen an. Besonders wenn das Immunsystem geschwächt ist, wird den Erregern der Eintritt erleichtert. Während der Schwangerschaft konzentriert sich das Immunsystem hauptsächlich auf den Schutz des ungeborenen Kindes, weshalb die Mutter anfälliger für Krankheiten wird. [3] Als Reaktion auf den Erreger schwellen die Schleimhäute an und produzieren Schleim, damit das Virus besser bekämpft werden kann.[1] Damit der Körper den Schleim auch wieder loswerden kann, beginnt man automatisch zu husten und die Nase läuft. So können Husten und Schnupfen im Laufe von wenigen Tagen nach einer Infektion entstehen und meist bleiben diese Symptome auch einige Tage, bis sie von selbst wieder verschwinden.

Die Schwangerschaftsrhinitis (Schwangerschaftsschnupfen) entsteht ohne das Einwirken von Erregern und ist deshalb ungefährlich. Der Körper wird besonders zum Ende der Schwangerschaft auf die bevorstehende Geburt vorbereitet, weshalb der Hormonspiegel auf ein Vielfaches der normalen Werte einer nicht schwangeren Frau steigt.[4]Diese Veränderung soll unter anderem dafür sorgen, dass die Schleimhaut der Gebärmutter (Uterus) anschwillt. Manchmal reagieren auch andere Schleimhäute auf den gesteigerten Hormonspiegel, sodass die Nasenschleimhaut mit anschwillt und Schleim produziert, worüber schnupfenähnliche Symptome entstehen.[5]

Zu beachten

Zusätzlich zu einer Schwangerschaftsrhinitis können mitunter Beschwerden wie z. B. Schnarchen, Schlafstörungen oder eine trockene Nase mit Nasenbluten auftreten. Da auf Grund der verstopften Nase vermehrt durch den Mund geatmet wird, können auch Mundtrockenheit und Halsentzündungen hinzukommen.[6] Bei einer virusbedingten Erkältung in der Schwangerschaft sollte man nicht zu lange damit warten, einen Arzt aufzusuchen. Sind die Symptome innerhalb einer Woche nicht verschwunden oder kommen Symptome wie etwa Fieber, Schüttelfrost, schwere Kopfschmerzen oder Erbrechen dazu, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.[7]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen