Schnupfen Verstopfte Nase, beim Baby: Homöopathie

Baby hat verstopfte Nase

© PantherMedia / A. Scharf

Eine verstopfte Nase kann grundsätzlich mehrere Ursachen haben. Es gibt über 200 verschiedene Schnupfenviren (z.B. Adenovirus, Coranovirus, Influenzavirus, Rhinovirus), welche vor allem beim Niesen oder Sprechen einer erkrankten Person übertragen werden (Tröpcheninfektion) und sich besonders leicht auf einer vorgeschädigten Nasenschleimhaut(Mucosa nasi) ansiedeln. [1] Durch eine geschwächte Schleimhaut und durch den schlechteren Sekretabfluss können sich zusätzlich Bakterien ablagern. Neben der Virusinfektion können auch verschiedene Reize, wie Staub, Kälte, trockene Luft oder ein Heuschnupfen zu einer Behinderung der Nasenatmung führen. Eine verstopfte Nase ist für das Baby sehr belastend, da die Atmung noch ausschließlich durch die Nase erfolgt.

Bei Symptomen, wie einer verstopften Nase, findet die Homöopathie häufig Verwendungen. Zusätzlich kann der Heilungsverlauf unterstützt werden, indem versucht wird die Raumluft anzufeuchten und gegebenenfalls Nasentropfen oder Nasensprays gegeben werden. Sollten die Beschwerden trotzdem nicht nachlassen oder andere Beschwerden hinzukommen, muss ein Arzt konsultiert werden. [2]

Empfohlene Globuli bei einer verstopften Nase

Je nach Beschwerdebild gibt es unterschiedliche Empfehlungen bzgl. der Wahl des richtigen Präparates. Außerdem verfügen Fachärzte für Homöopathie über viel Erfahrung und wenden oft andere Mittel und Dosierungen an als im Hausgebrauch üblich, weshalb es empfehlenswert ist, einen solchen aufzusuchen. Im Folgenden sind die gebräuchlichsten Globuli aufgelistet, die zur Behandlung einer verstopften Nase in Frage kommen.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Akute, subakute oder chronische Schleimhautentzündung

Begleiterscheinungen sind reichlich, wässriges und fließendes Sekret und geschwollene Augen. Auslöser sind virale und bakterielle Infekte und Heuschnupfen.

Verbesserung:

Durch frische Luft.

Verschlechterung:

Wärme, trockene Luft, abends.

Empfohlene(s) Mittel:

Allium cepa

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Akuter oder subakuter Schnupfen

Begleiterscheinungen sind reichlich und wässriges Sekret, Bindehautreizung und reichlicher Tränenfluss.Auslöser sind virale und bakterielle Infekte und Heuschnupfen.

Verbesserung:

Durch frische Luft.

Verschlechterung:

Wärme, trockene Luft, Berührungen, abends.

Empfohlene(s) Mittel:

Euphrasia

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Erkältung, Mittelohrenentzündung

Begleiterscheinungen sind zähe, gelblich-weiße Schleimhautabsonderungen. Das Baby ist bodenständig, ordnungsliebend und konservativ. Auslöser sind virale und bakterielle Infekte.

Verbesserung:

Sekretabgang, Wärme, frische Luft.

Verschlechterung:

Kälte, im Liegen, morgens.

Empfohlene(s) Mittel:

Kalium bichromicum

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Akut, subakut oder chronisch verstopfte Nase; trocken

Begleiterscheinungen sind Schweißausbrüche und Asthma. Arznei bei Säuglingsschnupfen bewährt.Auslöser sind virale und bakterielle Infekte und allergische Zustände.

Verbesserung:

Bewegung, im Sitzen, Wärme.

Verschlechterung:

Trockene Kälte.

Empfohlene(s) Mittel:

Sambucus nigra

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Bei Babys und Kleinkindern ist es empfehlenswert, die Globuli in den Raum zwischen Kiefer und Unterlippe oder in die Backentasche zu legen.Die Selbstbehandlung sollte jedoch stets in Absprache mit dem Kinderarzt erfolgen.

Zu beachten:

Zur Selbstmedikation des gewöhnlichen Erkältungsschnupfens können zusätzlich abschwellende Nasensprays und –tropfen verwendet werden. Ist Heuschnupfen die Ursache einer verstopften Nase, sollte baldmöglichst der Rat eines Arztes eingeholt werden, da der allergische Prozess im Laufe der Jahre Asthma hervorrufen kann. [5]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen