Schnupfen Verstopfte Nase, chronisch: Homöopathie

Schüssler Salze (chronisch verstopfte Nase)

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Ein chronischer Schnupfen (chronische Rhinitis) bzw. eine chronisch verstopfte Nase äußert sich in einer dauerhaften Reizung und Entzündung der Nasenschleimhaut. Als Ursachen dafür kommen häufige Erkältungen, Allergien oder eine überempfindliche Nasenschleimhaut infrage. Häufig sind auch die Schleimhäute der Nebenhöhlen betroffen, in welchem Fall von einer sog. Rhinosinusitis gesprochen wird.

Zu den Symptomen gehört die erschwerte Atmung durch die Nase, welche meist dauerhaft verstopft ist und ein farbloses bis gelbliches, schleimiges Sekret aussondert. Da dieser Schleim oft auch durch den Rachen abläuft, kommt es in der Regel auch zu Husten (Tussis) und dauerhafter Heiserkeit (Dysphonie).

Ein chronischer, immer wiederkehrender Schnupfen sollte in der Regel nicht nur mit homöopathischen Mitteln selbst behandelt werden, sondern bedarf in jedem Fall einer Abklärung mit dem behandelnden Arzt, da in einigen Fällen auch die Behandlung mit Antibiotika oder ein operativer Eingriff notwendig sein können.

Wahl des richtigen Präparats

Dr. Schüßler erkannte über den Weg der Biochemie, dass jede Zelle einen bestimmten Bedarf an Mineralstoffen hat. Laut Schüßler beruht jede Krankheit auf einer Störung dieses Mineralstoffhaushalts. Er erkannte, dass bestimmte Mineralsalze eine wichtige Rolle für die Zellregulation und den Zellaufbau spielen und dass diese am besten in homöopathischer Form aufgenommen werden. Er nennt diese biochemische Funktionsmittel und schreibt ihnen vielfältige Heilfunktionen zu. Die Mineralstoffe werden, um von den einzelnen Zellen aufgenommen werden zu können, genau wie homöopathische Arzneimittel schrittweise verdünnt. Schüßler-Salze sind vor allem in den Potenzen D3, D6 und D12 erhältlich.

Um das jeweils angemessene Salz je nach Symptom auszuwählen, wird oftmals eine sogenannte Antlitzdiagnose durchgeführt. Schüßler ist der Ansicht, dass Mineralstoffmängel sich durch jeweils charakteristische Anzeichen im Gesicht bemerkbar machen. Ein Heilpraktiker muss in der Lage sein, den gesamten körperlichen und seelischen Zustand des Betroffenen zu beurteilen, um das richtige Salz zu wählen. Auch einfache Zu- oder Abneigungen gegen bestimmte Nahrungsmittel können aufschlussreich sein, da diese Auskunft über bestimmte Nährstoffmängel geben können.

Informationen zu Anwendung und Dosierung

Liegen akute Beschwerden vor, so liegt die empfohlene Dosis je nach Schwere der Symptome bei jeweils einer Tablette alle paar Minuten bis alle zwei Stunden. Bei chronischen Beschwerden empfiehlt sich die Einnahme von ein bis zwei Tabletten, drei- bis sechsmal täglich.

Kinder erhalten drei- bis viermal täglich eine Tablette mit dem empfohlenen Mineralsalz und Säuglingen kann ein Brei aus Wasser und der aufgelösten Tablette direkt auf die Lippen aufgetragen werden.

Die Einnahme sollte jeweils eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen erfolgen.

Empfohlene Schüßler Salze bei chronisch verstopfter Nase

Einsatzzweck Mittel
Niesen, Fließschnupfen mit klarem Sekret Natrium chloratum (Nr. 8)

D6

Alle paar Minuten eine Tablette bis Besserung eintritt

Chronischer Fließschnupfen, gelblich/grünes Sekret Kalium sulfuricum (Nr. 6)

D6

3- bis 6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

Chronischer Fließschnupfen, gelber Sekretfluss Calcium sulfuricum (Nr. 12)

D6

3-6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

Fließschnupfen, scharfes, wässriges Sekret Kalium jodatum (Nr. 15)

D6

3-6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

Fließschnupfen, empfindliche Schleimhaut Arsenum jodatum (Nr. 24)

D6

3-6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

Stockschnupfen, weißlich und dickliches Sekret Kalium chloratum (Nr. 4)

D6

3-6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

Stockschnupfen, gelbliches und dickes Sekret Kalium sulfuricum (Nr. 6)

D6

3-6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

Zu beachten

Wichtig ist, wie oben bereits erwähnt, dass hartnäckiger und chronischer Schnupfen einer ärztlichen Ursachenabklärung bzw. Behandlung bedarf.

Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, kann Schnupfen bereits vorbeugend entgegengewirkt werden, beispielsweise durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr, dem Vermeiden von Reizstoffen wie Abgasen oder Tabakrauch sowie eine allgemeinen Unterstützung des Immunsystems.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen