Schnupfen Verstopfte Nase: FAQ

Verstopfte Nase (nachts)

© PantherMedia / Jonathan Ross

Mit der Erkältungszeit steigt auch meist die Zahl der von Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) Betroffenen. Der Körper braucht dann zur Bekämpfung des Infektes besonders viel Schlaf. Doch gerade nachts ist meist die Nase verstopft und raubt den Betroffenen den Schlaf.

Neben einer Reihe von Medikamenten gibt es auch diverse Hausmittel, die eine Linderung dieser Beschwerde bewirken. Welche Hausmittel gegen eine verstopfte Nase infrage kommen, wie sie wirken und was es zu beachten gilt, wird im Folgenden näher geklärt.

Hausmittel gegen eine verstopfte Nase

Allgemein ist eine verstopfte Nase auf einen Infekt der oberen Atemwege zurückzuführen. Die häufigste Ursache stellt ein Schnupfen im Rahmen einer gewöhnlichen Erkältung, einer Grippe (Influenza) oder einer Allergie dar. Die Verstopfung an sich ist meist auf das Anschwellen der Nasenschleimhaut, durch eine Entzündung in dem Bereich zurückzuführen. Aber auch eine Schleimansammlung, die nicht abfließen kann stellt einen Verursacher dar. Eine Verstopfung der Nase bewirkt meist eine deutliche Einschränkung der Atmung, was gerade nachts sehr belastend sein kann. Diese Hausmittel helfen:


Ausreichende Luftfeuchtigkeit

Die trockene Heizungsluft in den Aufenthaltsräumen während einer Erkrankung werden meist unterschätzt. Dabei ist eine ausreichende Luftfeuchtigkeit wichtig für die Schleimhäute, da diese so feucht gehalten werden und das in ihnen befindliche Sekret leichter löslich wird. Neben einem Luftbefeuchter gibt es auch die einfachere Möglichkeit, eine Schale mit Wasser auf die Heizung zu stellen. Dabei sollte auf ein regelmäßiges Wechseln des Wassers sowie eine saubere Schale geachtet werden. Der positive Effekt kann durch ein paar Tropfen ätherischer Öle im Wasser noch verstärkt werden.

Inhalieren

Inhalationen haben sich bei der Lösung des Schleims schon lange bewährt, besonders häufig werden sie mit ätherischen Ölen durchgeführt. Minz-Öl ist beispielsweise sehr gut geeignet dafür. Einfach in eine Schüssel mit heißem Wasser ein paar Tropfen des Öls träufeln und den Kopf mit einem Handtuch bedeckt über diese Lösung beugen. Die Inhalation sollte 15 bis 20 Minuten dauern und kann zwei- bis dreimal täglich erfolgen.[1] Falls aber eine Allergie auf Minze oder andere ätherische Öle vorliegt, kann alternativ auch zu Kamille oder einer Salzlösung gegriffen werden. Statt dem Öl wird eine Handvoll Kamillenblüten verwendet oder ein paar gehäufte Esslöffel Salz. Die anschließende Prozedur bleibt dieselbe.

Nasenspülungen

Nasenspülungen bewirken eine Reinigung der Atemwege und der dortigen Schleimhäute, es werden Krankheitserreger sowie festsitzendes Sekret ausgespült, was eine Linderung der Verstopfung bewirkt. Für eine Nasenspülung wird eine isotonische Kochsalzlösung verwendet, welche entweder in der Apotheke erworben oder auch leicht selbst hergestellt werden kann. Dazu einfach 9 Gramm Salz (1/2 gestrichener TL) in einem Liter lauwarmen Wassers lösen. Zur Anwendung sollte der Kopf seitlich über das Waschbecken geneigt werden und mit Hilfe einer Nasendusche die Lösung in das obenliegende Nasenloch gegeben werden, sodass die Flüssigkeit aus dem unteren wieder abfließen kann. Diesen Vorgang auch von der anderen Seite wiederholen. Dabei immer gleichmäßig durch den Mund atmen. Nasenspülungen können ein- bis zweimal täglich durchgeführt werden.[2]

Eine verstopfte Nase stellt lediglich das Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung dar und verschwindet daher meist von selbst mit dem Abklingen des Infektes von selbst.

Zu beachten

Es gibt eine Reihe von möglichen Faktoren für eine verstopften Nase

  • Schwächung des Immunsystems
  • Zu lange Anwendung von Nasensprays oder -tropfen
  • Strukturelle Anomalien der Nasen oder Polypen
  • Stress
  • Zu geringe Luftfeuchtigkeit
  • Chemische Reizstoffe[3]

Personen, auf die mindestens einer dieser Faktoren zutrifft, weisen ein erhöhtes Risiko für das Symptom auf. Sollten sich die ersten Anzeichen für eine verstopften Nase zeigen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Doch für jeden Betroffenen gilt: Sollte sich nach einigen Tagen der Selbstbehandlung keine Besserung zeigen, sollte ebenfalls Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, da es sich z.B. inzwischen um eine Nasennebenhöhlenentzündung handeln kann.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen