Schnupfen Verstopfte Nase: Lebensmittel

Zwiebel gegen verstopfte Nase (Hausmittel)

© PantherMedia / Ron Sumners

Die Zwiebel, auch Küchenzwiebel oder Allii cepae bulbus genannt, verfügt über eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die Beschwerden bei einer verstopften Nase lindern können. Bereits seit Jahrhunderten kommt die Zwiebel als Naturheilmittel zum Einsatz, wobei man sich ihre entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften zunutze macht. Im Folgenden sollen die Wirkungsweise, die Anwendungsmöglichkeiten und die Risiken der Küchenzwiebel als Heilmittel beschrieben werden.

Wirkungsweise

Die Zwiebel wurde schon im Mittelalter als natürliches Heilmittel gegen Entzündungen und Krankheiten wie die Cholera und die Pest eingesetzt. Sie besitzt unzählige Wirkstoffe, wobei vor allem Schwefelverbindungen für die antibakterielle Wirkung verantwortlich sind[1]. Die Zwiebel besitzt gerinnungshemmende Effekte auf das Blut, wirkt schleimlösend, senkt den Blutdruck und kann Cholesterin- und Blutzuckerwerte positiv beeinflussen[2]. Außerdem enthält sie eine Vielzahl an Vitamin und Mineralstoffen.

Die schwefelhaltigen Verbindungen der Zwiebel können freie Radikale, die die Zellwände des Körpers schädigen (und zu Atherosklerose, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen), binden und Gefäßerkrankungen damit entgegenwirken. Auch die Bildung (Synthese) der Cholesterine in der Leber wird durch die Inhaltsstoffe der Zwiebel beeinflusst: Die Synthese des „schlechten“ LDL- Cholesterins wird reduziert und im Gegenzug eine vermehrte Produktion des „guten“, gefäßschützenden HDL- Cholesterins angeregt. Des Weiteren sind Zwiebeln appetitanregend und können die natürliche Alterung der Blutgefäße verlangsamen [3] .

Bei einer verstopften Nase kann die schleimlösende Wirkung der Zwiebel die Symptomatik verbessern, der durchblutungsfördernde und antibakterielle Effekt trägt zudem zu einer schnellen Heilung bei. Auch bei Husten, Halsschmerzen oder Entzündungen des Mittelohres wird die Zwiebel häufig verwendet.

Dosierung und Anwendung

Die natürlichen Wirkstoffe sind vor allem bei rohen Zwiebeln in hohen Konzentrationen vorhanden, weshalb sie für die Verwendung als Heilmittel nicht gegart werden sollten.

Für die Behandlung einer verstopften Nase können einige Zwiebeln in kleine Stücke geschnitten und neben dem Bett positioniert werden, damit sich die Inhaltsstoffe in der Luft entfalten und eingeatmet werden können.[1]

Ebenso kann ein Sirup zubereitet werden, indem Zwiebeln, in Scheiben geschnitten, mit braunem Zucker vermengt werden und der sich bildende Saft eingenommen wird. Alternativ können die Zwiebeln auch gedämpft werden, um einen Sirup zu erhalten.[1]

Die Therapie kann ohne Bedenken über längere Zeit erfolgen, es wurden bislang keine Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Einschränkungen beschrieben, die eine längere Anwendung begrenzen.

Zu beachten

Die Zwiebel ist ein seit Jahrhunderten verwendetes Hausmittel zur Linderung der Beschwerden bei Erkältungskrankheiten und Ohrenschmerzen und gilt als sicheres Naturheilmittel.

Für die Verwendung der Zwiebel als Hausmittel bei einer verstopften Nase wurden bislang keine nennenswerten Nebenwirkungen oder Kontraindikationen beschrieben.[2][3]


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