Erkältung Beginnend: Homöopathie

Schüssler Salze bei beginnender Erkältung

© PantherMedia / Peter Bernik

Eine Erkältung (grippaler Infekt) ist ein Infekt der oberen Atemwege. Ausgelöst wird eine Erkältung meist durch Erkältungsviren, welche unter anderem durchSchmierinfektion (durch Händedruck oder Anfassen von Türgriffen) oder Tröpfcheninfektionen (durch Husten, Niesen)übertragen werden.

Die Viren befallen zunächst die Schleimhäute der Atemwege, wo sie sich festsetzen, vermehren und Entzündungen auslösen können. Der Beginn einer Erkältung kündigt sich meist mit einem leichten Kratzen im Hals an, dazu kommen Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen (Cephalgie) sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Im weiteren Verlauf kann es zu Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Halsschmerzen (Pharyngitis), sowie Fieber (Pyrexie) kommen.

Eine Erkältung verläuft meist harmlos und die Beschwerden klingen innerhalb einiger Tage von selbst wieder ab. Schon beim ersten Auftreten von Erkältungssymptomen können Schüßler Salze eingesetzt werden, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren und auftretende Erkältungssymptome zu lindern.[1][2]

Die Wahl des richtigen Präparats

or etwa 120 Jahren entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Schüßler ein Behandlungssystem, welches sich an die Homöopathie anlehnt, jedoch mit weitaus weniger Mitteln auskommt. Laut Dr. Schüßler entstehen sämtliche Krankheiten aufgrund biochemischer Funktionsstörungen des Körpers, was durch ein Ungleichgewicht des Mineralstoffhaushalts in den einzelnen Zellen eines Menschen verursacht wird. Über die Reize der Schüßler Salze lernt der Körper, seinen Mineralstoffhaushalt wieder selbst zu regulieren. Damit die Salze von der einzelnen Zelle aufgenommen werden können, müssen sie, wie auch homöopathische Mittel, schrittweise verdünnt werden. Die Salze werden üblicherweise in den Potenzierung D6 und D12 dargereicht.

12 Salze sah Schüßler für den Zellaufbau und die Zellregulation als besonders bedeutungsvoll an. Sie helfen den Zellen, Nährstoffe besser zu verwerten und setzen Heilungsimpulse. Jeder Mangelzustand schlägt sich nach Dr. Schüßler in charakteristischen Merkmalen im Gesicht nieder, weshalb eine sog.Antlitzdiagnose zur Wahl des richtigen Präparats dienen kann. Erfahrene Heilpraktiker oder Ärzte können das richtige Mittel somit anhand bestimmter Veränderungen im Hautbild auswählen.[3][4]

Informationen zu Anwendung und Dosierung

Schüßler Salze werden meist in Tablettenform dargereicht, hauptsächlich in den Potenzen D6 und D12. Die empfohlene Dosis für Erwachsene liegt bei 1-2 Tabletten, welche über den Tag verteilt, 3-6-mal eingenommen werden können. In akuten Fällen kann die Einnahme einer Tablette alle paar Minuten erfolgen. Für Kinder empfiehlt sich bei akuten Beschwerden die Einnahme von einer Tablette alle 1-2 Stunden. Bessern sich die Beschwerden, so liegt die Dosis bei einer Tablette 3-4-mal täglich. Werden die Mittel in Form von Globuli eingenommen, so entspricht die Gabe von 5 Globuli einer Tablette.

Die Tabletten sollten langsam im Mund aufgelöst werden, die Einnahme erfolgt etwa eine halbe Stunde vor dem Essen.[5]

Empfohlene Schüßler Salze bei einer beginnenden Erkältung

Einsatzzweck Mittel
erste Anzeichen eines grippalen Infekts; hilft dem Immunsystem bei Virenbekämpfung; hilft roten Blutkörperchen mehr Sauerstoff zu binden Ferrum phosphoricum (Nr. 3)

D12

3-6-mal tägl., 1-2 Tabletten

neutralisiert in Mund- und Rachenraum gebildete Entzündungsstoffe, sodass diese abgehustet werden können àEntlastung des Immunsystems Kalium chloratum (Nr.4)

D6

3-6-mal tägl., 1-2 Tabletten

Fließschnupfen; beschleunigt Ausheilung einer Erkältung; hilft dabei, Viren auszuscheiden und bei Bildung neuer Schleimhautzellen àRegenerierung der gereizten Schleimhaut Kalium sulfuricum (Nr. 6)

D6

3-6-mal tägl., 1-2 Tabletten

Fließschnupfen mit klarem Sekret Natrium chloratum (Nr. 8)

D6

3-6-mal tägl., 1-2 Tabletten

stark gereizte Schleimhäute Kalium jodatum (Nr. 15)

D6

3-6 Mal tägl., 1-2 Tabletten

[6]

Zu beachten

Wie bereits erwähnt, verläuft eine Erkältung in der Regel harmlos und ohne Komplikationen, sodass eine ärztliche Behandlung meist nicht notwendig ist. Die Selbstbehandlung durch Hausmittel und Schüssler Salze kann die Beschwerden meist lindern und den Heilungsverlauf beschleunigen.

Bessert sich die Erkältung nicht innerhalb einer Woche und treten zusätzliche Begleiterscheinungen, wie hohes Fieber (Pyrexie), Atemnot (Dyspnoe) oder starke Hals- und Ohrenschmerzen auf, so sollte eine ärztliche Ursachenabklärung erfolgen. Sinnvoll ist es hier, einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aufzusuchen, da dieser gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleiten kann.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung