Erkältung: Häufige Fragen

Erkältung lindern

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Bei der Behandlung einer Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) handelt es sich vorwiegend um eine symptomatische Behandlung, d.h. die Therapie richtet sich nach den Beschwerden und nicht nach der Ursache. Eine gezielte, kausale Ursachenbehandlung ist in der Regel nicht möglich.

Das liegt daran, dass eine Erkältung meist durch Erkältungsviren, häufig Rhinoviren, verursacht wird, gegen die derzeit keine effektiven Arzneimittel zur Verfügung stehen. Antibiotika helfen bei einer Erkältung nicht, da sie nur gegen bakterielle Infektionen wirksam sind, nicht aber gegen virale Infektionen.

Eine Erkältung geht häufig mit folgenden Beschwerden einher: Schnupfen (Rhinorrhoe) mit verstopfter Nase, Halsschmerzen (Pharyngitis) , Husten (Tussis) , Muskel- und Gliederschmerzen sowie erhöhte Temperatur und allgemeines Krankheitsgefühl.

Die Behandlung sollte sich dabei nach den jeweiligen Beschwerden richten.

Behandlungstipps

Schnupfen

Bei starkem Schnupfen können hypertone Solesprays (Salinesprays) helfen, die Nasenschleimhaut abzuschwellen. Sie sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Nasensprays mit dem Wirkstoff Xylometazolin können zwar auch abschwellend auf die Nasenschleimhaut wirken, ihre Anwendung sollte aber nicht länger als 5 Tage andauern, da sonst die Schleimhaut austrocknet und gereizt werden kann.

Dampfinhalationen werden ebenfalls häufig zur Linderung des Schnupfens genutzt.

Halsschmerzen und Husten

Gegen Halsschmerzen können warme Getränke (z.B. Kräutertee) sowie Halsbonbons (z.B. Salbei) dabei helfen, die Schmerzen im Hals zu verringern.Kamillentee und Ingwertee wird eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Darüber hinaus wird Ingwer häufig bei Muskel- und Gelenkschmerzen verwendet. Mundspülungen mit Salzlösungen oder Kamille lindern zwar nicht direkt die Beschwerden, aber sie können dabei helfen, die Keimzahl im Mund-Rachen-Bereich zu mindern.

Fieber

Das Fieber (Pyrexie) bei einer Erkältung ist meist nicht sehr ausgeprägt (meist unter 38,3 Grad Celsius). Falls man doch Fieber hat, können Hilfsmittel benutzt werden, die das Fieber senken. Hierbei wird zwischen physikalischen und medikamentösen Hilfsmittel unterschieden. Eine effektive physikalische Methode zur Fiebersenkung sind feuchte Wadenwickel. Dafür werden Handtücher mit kalten Wasser benässt und um die Waden gewickelt.

Rezeptfreie Medikamente zur Fiebersenkung und Schmerzenlinderung gibt es in der Apotheke. Hierzu zählen Paracetamol, Diclofenac und Acetylsalicylsäure (ASS). Ibuprofen wird häufig bei Erkältungen eingesetzt, jedoch ist die Wirksamkeit bei Erkältung laut neuen Studienergebnissen nicht sicher. Diese Arzneien können sowohl das Fieber senken als auch Muskel- Glieder- und Halsschmerzen lindern. Bei allen Medikamenten sollten die Hinweise zur Einnahme und Dosierung auf der Packungsbeilage unbedingt beachtet werden. Eine Daueranwendung dieser Medikamente sollte ausschließlich nach Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Bei Muskel- und Gliederschmerzen können warme Bäder und körperliche Ruhe die Beschwerden verbessern.

Sport bei Erkältung

Während der Erkältung sollte lieber auf Sport verzichten werden und nicht zu früh nach einer Erkältung wieder damit begonnen werden. Es gibt keine nachgewiesene positive Auswirkung von Sport auf Erkältungsbeschwerden. In der erkältungsfreien Zeit sorgt allerdings Sport für eine Stärkung des Immunsystems und kann somit eine vorbeugende Wirkung haben.

Allgemeinmaßnahmen

Generell sollte bei einer Erkältung auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden, am besten durch warme Getränke wie beispielsweise Kräutertees.

Die Händehygiene mit regelmäßigem Waschen schützt vor erneuter Ansteckung mit den Erkältungsviren (z.B. beim Kontakt mit Türklinken oder anderen Gegenständen). Zwar heilt dadurch die Erkältung nicht schneller aus, doch verhindert dies, dass man sich wieder bzw. die Menschen in seiner Umgebung mit den gleichen Viren ansteckt

Zu beachten

Eine Erkältung klingt in der Regel mit und ohne Medikamente innerhalb von 7-10 Tagen folgenlos ab. Falls im Laufe der Erkrankung eine Verschlimmerung der Beschwerden und/oder Fieber über 38,3 Grad Celsius auftreten bzw. die Beschwerden länger andauern, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung