Erkältung: Häufige Fragen

Schnelle Mittel gegen Erkältung

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Eine Erkältung (grippaler Infekt) stellt eine Infektion der oberen Atemwege dar, welche von mehr als 200 verschiedenen Viren verursacht werden kann. Typische Symptome einer Erkältung stellen Husten (Tussis), Schnupfen (Rhinitis), Halsschmerzen, Gliederschmerzen und in manchen Fällen niedriges Fieber (Pyrexie) dar. In der Regel klingt eine Erkältung nach einigen Tagen von selbst ab und ist nach einer Woche auskuriert. Es gibt verschiedene Mittel, die während einer Erkältung angewendet werden können, welche schnell gegen die Erkrankung wirken. Welche Mittel wirksam sind, wie sie wirken und was es zu beachten gilt, wird im Folgenden näher ausgeführt.

Mittel gegen Erkältung

Eine Erkältung ist in der Regel ein Atemwegsinfekt, welcher weitestgehend ohne Komplikationen verläuft. Während der Erkrankung selbst können aber verschiedene Mittel zur Symptomlinderung eingenommen werden.

Ibuprofen

Zur Senkung des Fiebers, sowie zur Linderung von Schmerzen kann Ibuprofen zum Einsatz kommen. Es wirkt nicht nur schmerzstillend, sondern auch entzündungshemmend. Durch Ibuprofen wird die Cyclooxygenase behindert und dadurch weniger Prostaglandine nachgebildet, welche Entzündungen fördern, Schmerzen auslösen und Fieber steigern. Von der Einnahme von Ibuprofen sollte abgesehen werden, sollten entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen bekannt sein oder eine Schwangerschaft vorliegen. Auch die Wechselwirkung mit anderen Wirkstoffen wie Cortison sollte beachtet werden. Vor dem Einsatz bei Kindern sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Ibuprofen ist in verschiedenen Formen und Dosierungen in der Apotheke erhältlich.[1] Medikamente mit diesem Wirkstoff wären z.B. Boxagrippal, Ibu 400 Akut, Ibubeta 400 akut oder zum Wirkstoff gleichnamige Medikamente.

Ambroxol

Um festsitzenden Husten zu lösen, wird meist Ambroxol verwendet. Es besitzt eine lösende Wirkung, wodurch der Schleim leichter abgehustet werden kann. Ambroxol ist ein allgemein sehr verträgliches Medikament, in seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden als Nebenwirkungen kommen. Sollten Unverträglichkeiten gegen den Wirkstoff oder schwere Nieren- oder Lebererkrankungen vorliegen, ist von der Einnahme abzusehen. Auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird von Ambroxol abgeraten. Es sollte nicht zusammen mit hustenstillenden Mitteln wie Codein eingenommen werden.[2] Von verschiedenen Herstellern sindgleichnamige Medikamente zum Wirkstoff in der Apotheke erhältlich.

Cetylpyridiniumchlorid

Zur Behandlung der Halsschmerzen können Mittel, welche Cetylpyridiniumchlorid enthalten, verwendet werden. Dieser Wirkstoff ist ein Desinfektionsmittel, welches antiseptisch und antibakteriell wirkt. Im Hals befindliche Erreger werden durch dieses abgetötet. Cetylpyridiniumchlorid kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen, eine Sensibilisierung, eine Verzögerung der Wundheilung und Verfärbungen der Zunge oder der Zähne bewirken. Bei bekannten Überempfindlichkeiten und Schleimhautschäden ist von der Anwendung abzusehen. Cetylpyridiniumchlorid ist in verschiedenen Medikamenten, meist in Form von Lutschtabletten, enthalten, z.B. Neo-Angin, Lysopain und Halset.[3]

Zu beachten

Ein besonderes Risiko birgt eine Erkältung für Personen mit einem geschwächten Immunsystem z.B. ältere Menschen und Kinder, da bei ihnen ein schwererer Krankheitsverlauf auftreten kann. Durch die Schwächung des Körpers während der Erkrankung, ist in der Zeit das Risiko groß, sich mit einem weiteren Erreger anzustecken (Superinfektion). Daher werden in einigen Fällen präventiv Antibiotika verschrieben. Für Schwangere birgt der Husten ein Risiko, ist dieser zu stark, kann er Wehen auslösen. In der Regel klingt eine Erkältung aber nach einigen Tagen von selbst ab. Sollte sie nach mehr als einer Woche immer noch nicht verschwunden sein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung