Erkältung: Häufige Fragen

Erste Hilfe bei Erkältung

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Eine weit verbreitete Volkskrankheiten ist die Erkältung (grippaler Infekt), bei welcher Krankheitssymptome wie Husten(Tussis), Halsschmerzen (Pharyngitis), Kopfschmerzen (Cephalgie) und Gliederschmerzen auftreten.

Durch die von Viren ausgelösten Erkältungssymptome kommt es oft zu einer Reizung der Schleimhäute und in Folge dessen zu einer Schwellung im Hals-Nasen-Rachen Bereich. Sollten sich die Beschwerden verschlimmern, Fieber (Pyrexie) oder Schüttelfrost (Febris undularis) zu den Symptomen hinzukommen, dann ist zusätzlich ein Arzt zu konsultieren.

Behandlung bei einer Erkältung

Da es sich bei einer Erkältung oft um eine Kombination mehrere Krankheitssymptome handelt, gibt es viele verschiedene, nicht-ärztliche Therapiemöglichkeiten. Trotzdem ist es wichtig, bei einer eintretenden Verschlechterung einen Arzt aufzusuchen, vor allem bei Risikogruppen wie Kinder, ältere Leute, schwangere Frauen oder chronisch Kranke. In folgenden Abschnitten werden Ratschläge zur schnelleren Linderung der typischen Erkältungskrankheiten gegeben.

Allgemeine Maßnahmen

Oft werden die Betroffenen aufgrund der zugeschwollenen Schleimhäute zunehmend schweratmig, klagen über schlechten Schlaf und eine Abgeschlagenheit tagsüber. Generell gilt, dass Ruhe einen äußerst positiven Effekt auf die Genesung erzielt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit geachtet werden muss, damit das Immunsystem optimal agieren kann. [1]

Hausmittel/Anwendungen

Hier ist eine Auswahl an Hausmittel, die erste Hilfe bei Erkältungskrankheiten leisten können, aufgelistet.

Kräutertees

Ausgewählte Kräuterteesorten wie Kamille-, Salbei-, Spitzwegerichkraut- und Thymiantee haben einen positiven Einfluss auf die Besserung der Symptome. Sie wirken wohltuend auf die gereizte Schleimhaut und haben einen keimtötenden, schmerzlindernden Effekt. Durch einen großzügigen Löffel Honig kann dieser antibakterielle Effekt sogar noch verstärkt werden. [2]

Inhalieren

Das Inhalieren von Kräuterbrühen oder Salzlösungen ist ebenfalls symptomlindernd. Am besten geeignet für das Dampfbad sind Eukalyptus- und Kamillenbrühen, sie wirken schleimlösend und befeuchten die angegriffenen Schleimhäute. Die Kräuter in heißes Wasser legen, mit einem Handtuch über dem Kopf über den Topf beugen und den empor steigenden Dampf einatmen.

Medikamente

In diesem Abschnitt werden einige schmerzlindernde Wirkstoffe genannt, die abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Xylometazolin oder Oxymetazolin

Eignet sich gegen eine verstopfe Nase bei Schnupfen, da dieser in Nasensprays enthaltene Stoff abschwellend wirkt und die Nase wieder frei macht.

  • Nebenwirkung: kann bei einem überschreiten des Behandlungszeitraums von 7 Tagen die Nasenschleimhäute schädigen. Nebenwirkungen bei Schwangeren nicht bekannt – sollte vor Anwendung mit dem Arzt abgesprochen werden.
  • Wechselwirkung: bei normaler Dosierung sind Wechselwirkungen sehr unwahrscheinlich
  • Medikamente: NasenSpray-ratiopharm® Erwachsene (15 ml) (Dosierung: 3 Mal täglich Kinder erst ab 6 Jahren);Nasic® O.K. Nasenspray (Dosierung: 3 Mal täglich, Kinder erst ab 6 Jahren);Nasenspray AL® 0,1 %, 10 ml (Dosierung: bis zu 3 Mal täglich, Kinder erst ab 6 Jahren) [3] [4] [5]

2,4-Dichlorbenzylalkohol und/oder Amylmetacresol

Diese beiden Wirkstoffe sind besonders wirksam gegen Halsschmerzen. Sie bekämpfen direkt den Entzündungsherd im Hals, befreien von dem Schmerz und schaffen rasch Abhilfe.

  • Nebenwirkung: sehr selten treten Magenbeschwerden auf
  • Wechselwirkung: sind nicht bekannt
  • Medikamente: neo-angin® Halstabletten zuckerfrei (Dosierung: alle 2-3 Stunden eine Lutschtablette),Dobendan Strepsils Synergie® Honig/Zitrone 1,2mg/0,6mg Lutschtabletten (Dosierung:alle 2-3 Stunden eine Tablette)Neo-angin® Halsspray (Dosierung: bis zu 6x täglich) [6][7][8]

Zu beachten

Eine Erkältung mit all ihren möglichen Symptomen kann zwar sehr unangenehm sein, ist jedoch relativ gut therapierbar. Sollten die Krankheitssymptomeinnerhalb 7 Tagen immer noch nicht abgeklungen sein, sollte ein Arzt aufgesucht werden


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung