Erkältung: Häufige Fragen

Atemnot bei Erkältung – was tun?

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Erkältungen können von verschiedenen Viren verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion. Ausgehustete Erreger können eingeatmet werden, außerdem können sie über die Hände auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase gelangen. Dort verursachen sie die typischen Erkältungsbeschwerden. Die ersten Symptome sind Müdigkeit, Halsschmerzen (Pharyngitis), Ausfluss aus der Nase und Muskelschmerzen. In seltenen Fällen kann es im Verlauf der Erkrankung auch zu Atemnot (Dyspnoe) kommen. Was der Betroffene dann tun kann, welche Maßnahmen er ergreifen kann und was beachtet werden muss, zeigt der folgende Text.

Behandlung der Atemnot bei Erkältungen

Ein Symptom der Erkältung kann Atemnot sein. Häufig sind die Schleimhäute in der Nase oder im Rachen angeschwollen und erschweren das Luftholen. Ist der Körper durch die virale Infektion geschwächt, kann sich die Erkrankung ausbreiten und bietet Raum für zusätzliche bakterielle Infekte wie beispielsweise eine Bronchitis oder Lungenentzündung (Pneumonie). [1]

Allgemeine Maßnahmen

Wenn die Symptome relativ schwach ausgeprägt sind und das erschwerte Atmen nicht als bedrohlich empfunden wird, ist der Gang zum Arzt nicht unbedingt erforderlich. Allerdings sollte bei einer Verschlimmerung der Beschwerden oder stärker werdender Atemnot ein Arzt aufgesucht werden, da die Möglichkeit besteht, dass sich zusätzlich zum viralen Infekt eine bakterielle Infektion im Körper ausbreitet. Diverse Hausmittel können helfen, die Symptomatik der Atemnot zu lindern.

Um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, sollte ein körperlicher Kontakt zu anderen von der Erkältung Betroffenen vermieden werden. Ebenso ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Um das Immunsystem zu unterstützen, sollte auf eine weitgehend rauchfreie Umgebung geachtet werden. Ebenso wichtig sind ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung mit frischem Obst und Gemüse. [2]

Hausmittel/ Anwendungen

Kopfdampfbäder mit Kamillenblüten können bei verstopfter Nase und Halsschmerzen angewandt werden. Sie wirken beruhigend auf die gereizten Schleimhäute. Dafür wird eine Handvoll Kamillenblüten in einen Topf mit heißem Wasser gegeben. Der Kopf wird mit einem Handtuch bedeckt und die Dämpfe werden 15 bis 20 Minuten ruhig eingeatmet. [3]

Zwiebelsirup kann gegen Husten und Abgeschlagenheit eingesetzt werden. Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken schleimlösend. Eine Zwiebel wird klein geschnitten, mit Honig vermischt und abgedeckt etwa zehn Stunden stehen gelassen. Von dem entstandenen Saft täglich 3-mal zwei bis drei Löffel einnehmen.

Nasenspülungen mit Kochsalzlösung helfen gegen eine verstopfte oder trockene Nase und Halsschmerzen. Zur Herstellung der Mixtur wird ein gestrichener Teelöffel Kochsalz in einem halben Liter lauwarmem Wasser aufgelöst. Der Salzgehalt entspricht dem, der normal im Körper vorhanden ist. Über einem Waschbecken die Lösung in ein Nasenloch geben und wieder herauslaufen lassen. Nicht gespült werden sollte bei stark geschwollenen Schleimhäuten oder entzündeten Nasennebenhöhlen.

Medikamente

Gegen Erkältungen sind viele gezielt symptomlindernde Medikamente frei verkäuflich. Bei Schnupfen sind ständiges Naselaufen sowie eine behinderte Nasenatmung nicht selten. Medikamentös kann hier mit abschwellenden Nasensprays Abhilfe geschaffen werden.

Xylometazolin: wirkt schleimhautabschwellend, indem es die Gefäße verengt

  • Balkis Nasentropfen® (Nasentropfen)
  • Dosierung bedarfsabhängig – höchstens jedoch 3-mal am Tag 1–2 Tropfen pro Nasenloch
  • häufige Nebenwirkungen: Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen,gelegentlich nach Abklingen der Wirkung stärkeres Gefühl einer „verstopften“ Nase, Nasenbluten
  • Wechselwirkungen mit Antidepressiva oder blutdrucksteigernden Mitteln möglich
  • Gib Nasenspray® (Dosierspray)
  • Dosierung: 1–3-mal täglich 1 Sprühstoß pro Nasenloch
  • häufige Nebenwirkungen: Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen,gelegentlich nach Abklingen der Wirkung stärkeres Gefühl einer „verstopften“ Nase, Nasenbluten
  • Wechselwirkungen mit Antidepressiva oder blutdrucksteigernden Mitteln möglich
  • Hysan Schnupfenspray® (Nasenspray)
  • Dosierung: 1–3-mal täglich ein Hub pro Nasenloch
  • häufige Nebenwirkungen: Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen,gelegentlich nach Abklingen der Wirkung stärkeres Gefühl einer „verstopften“ Nase, Nasenbluten
  • Wechselwirkungen mit Antidepressiva oder blutdrucksteigernden Mitteln möglich [4]

Oxymetazolin: wirkt entzündungshemmend, antiviral und schleimhautabschwellend durch Verengung der Blutgefäße

  • Nasivin® (Dosierspray)
  • Dosierung: 2–3-mal täglich 1 Sprühstoß pro Nasenloch
  • häufige Nebenwirkungen: Brennen der Schleimhäute, Austrocknung der Nasenschleimhaut, Niesen, Gefühl der „verstopften Nase“
  • Wechselwirkungen mit Antidepressiva oder blutdrucksteigernden Medikamenten möglich
  • Wick Sinex® (Nasenspray)
  • Dosierung: Dosierung: 2–3-mal täglich 1 Sprühstoß pro Nasenloch
  • häufige Nebenwirkungen: Brennen der Schleimhäute, Austrocknung der Nasenschleimhaut, Niesen, Gefühl der „verstopften Nase“
  • Wechselwirkungen mit Antidepressiva oder blutdrucksteigernden Medikamenten möglich [5]

Zu beachten

Betroffene mit Bluthochdruck oder Herzproblemen sollten auf den Gebrauch von Schnupfensprays verzichten. Diese Medikamente sind sogenannte Sympathomimetika, das heißt, sie wirken an Rezeptoren, die zu einer systemischen (ein ganzes Organsystem bzw. den ganzen Körper betreffenden) Reaktion führen können, wie zum Beispiel Bluthochdruck.

Wenn sich die Symptome der Erkältung drastisch verschlechtern, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung