Erkältung Chronisch: Ursachen

Ständig erkältet – Krebs als Ursache?

© PantherMedia / Markus Guhl

Die Erkältung (common cold) ist eine sehr häufige Erkrankung, von der wohl jeder in seinem Leben einmal betroffen sein wird. Gerade in der kalten Jahreszeit kann es durch Verkühlung schnell zu einem grippalen Infekt kommen. Treten die Symptome jedoch überproportional häufig oder gar andauernd auf und sind noch andere Beschwerden vorhanden, sollte weitere Diagnostik erfolgen, um eine schwerwiegende Erkrankung, so auch einen möglichen Krebs, auszuschließen. Im folgenden Text werden zu den Themen grippaler Infekt und Krebs medizinische Fakten, interessante biologische Zusammenhänge und elementare Hinweise gegeben.

Medizinische Fakten

Grippale Infekte können viele Ursachen haben. In seltenen Fällen sind sie Ausprägung einer schweren Erkrankung, wie eines Krebses. Neben den herkömmlichen grippalen Symptomen, wie Schnupfen und allgemeiner Schwäche, sind die meisten Krebserkrankungen von einer sogenannten B-Symptomatik begleitet. Diese definiert sich über das Vorhandensein von Nachtschweiß (mit nötigem nächtlichen Wechseln der Nachtwäsche), Gewichtsverlust von mehr als 10% des Körpergewichtes in den letzten 6 Monaten und immer wiederkehrendem, unklarem Fieber von über 38°C. Durch die Unspezifität der Symptome können sie mit einer Erkältung verwechselt werden. Sie tritt besonders häufig bei Lymphomen, Krebserkrankungen des Lymphsystems, auf.[1]

Biologischer Zusammenhang

Während einer Krebserkrankung kann es durch entzündliche Prozesse im Körper zu unterschiedlichsten Symptomen kommen, die sich je nach Krebsart auch wieder unterscheiden können. Geprägt sind die meisten im fortgeschrittenen Stadium von einem herabgesetzten Immunsystem, welches einerseits der Aggressivität des Tumors und andererseits dem Entzündungsprozess innerhalb des Körpers geschuldet ist. Der Tumor bringt die sonst aufeinander abgestimmten Körperregelkreise durcheinander, sodass es zu der besagten B-Symptomatik kommen kann. Bei herabgesetzter Zellzahl der verschiedenen Immunabwehrzellen kommt es leichter zu Infekten, sodass der Patient ständig erkältet ist, und Erkrankungen mit sonst für den gesunden Menschen harmlosen oder nicht krankheitsauslösenden Erregern (opportunistische Infektionen).[2] Durch Schwäche, abnehmendem Appetit und einem Zehren des Tumors am Stoffwechsel durch Aussenden von speziellen Signalen kann es bis hin zu einer Tumorkachexie, dem extremen Abmagern des Patienten, kommen.[3]

Zu beachten

Bei einer gewöhnlichen Erkältung sollte zunächst nicht von der Diagnose Krebs ausgegangen werden. Dies kommt eigentlich erst bei einem langen Verlauf der Krankheit und den erwähnten zusätzlichen Symptomen infrage. Bei einem Verdacht sollte aber in jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung