Erkältung: Krankheitstypen

Grippaler Infekt Rückfall

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Ein Erwachsener erkrankt zwei- bis viermal im Jahr an einem grippalen Infekt (auch Erkältung genannt), Kinder sogar acht- bis zehnmal jährlich. Eine Erkältung ist meistens harmlos und dauert in der Regel acht bis zehn Tage. In manchen Fällen kann es nach einer Besserung der Beschwerden zu einem Rückfall kommen. Im Folgenden wird besprochen, wie diese Rückfälle vermieden werden [1].

Medizinische Faktenlage

Ein grippaler Infekt ist eine Infektion der oberen Atemwege (Nase, Mund und Rachen). Die Infektion wird durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst, in den meisten Fällen durch Rhino-, Entero- oder Coronaviren, die mittels Tröpfchen- (Husten oder Niesen) und Schmierinfektion (z. B. über Türgriffe oder Telefonhörer) übertragen werden. Dabei dauert die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen (Inkubationszeit) etwa zwei Tage, und der Erkältete kann für etwa eine Woche Personen in seiner Umgebung anstecken [2][3]. Die Symptome treten langsam und zeitlich versetzt auf, und es kommt zu Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten (Tussis), Schnupfen (Rhinitis) und leichtem Fieber. Viren haben die Eigenschaft, sich ständig zu verändern, sodass sie von den Antikörpern, die der menschliche Körper gebildet hat, nicht mehr erkannt werden. Während einer Erkältung ist das Immunsystem geschwächt; zudem sind häufig auch andere Personen in der Umgebung infiziert, sodass es leicht zu einem Rückfall kommen kann [4].

Prophylaxe

Ein Erkälteter sollte sich ausruhen und Stress, Nikotin, Alkohol und körperliche Anstrengung meiden, damit das Immunsystem nicht zusätzlich belastet wird. Das Immunsystem kann zudem durch die Vitamine und Spurenelemente in Obst und Gemüse unterstützt werden. Häufiges Händewaschen kann eine erneute Infektion effektiv verhindern, insbesondere wenn Familienmitglieder ebenfalls erkrankt sind. Daher sollten mehrmals täglich die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, in ein Taschentuch oder in die Ellenbogenbeuge zu husten oder zu niesen und die gebrauchten Taschentücher sofort zu entsorgen. Trockene Schleimhäute werden nicht gut durchblutet und neigen zu Rissbildung, wodurch Krankheitserreger diese Immunbarriere leichter durchdringen können. Deshalb ist es wichtig, auf ausreichend Flüssigkeit, am besten in Form von warmen Tees, zu achten. Zudem sollte die Raumluft befeuchtet werden, beispielsweise durch häufiges Stoßlüften oder Aufhängen von feuchter Wäsche. Schließlich sollte darauf geachtet werden, Füße und Hals warm zu halten, da sich durch die Kälte die Blutgefäße in den Schleimhäuten zusammenziehen. Die verminderte Durchblutung erleichtert das Eindringen von Viren über die Schleimhäute, da die Immunzellen schlechter dorthin gelangen [3][4].

Risiken

Viren schädigen die Nasen- und Rachenschleimhäute; deshalb kann es zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommen (bakterielle Superinfektion). In diesen Fällen kann eine antibiotische Therapie angezeigt sein. Komplikationen einer Erkältung können zudem eine Mittelohrentzündung (Otitis media), eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eine Lungenentzündung (Pneumonie) sein. Dabei treten Beschwerden wie starke Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, heftiger Husten, hohes Fieber und ein plötzliches, starkes Krankheitsgefühl auf. In diesen Fällen sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden [1].


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung