Grippe Beim Kind: Personengruppe

Grippe bei Kleinkindern

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Die Grippe ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten in Deutschland. Bei Kleinkinder treten häufig Grippeerkrankungen auf. Verursacht wird die Grippe durch sogenannte Influenza-Viren. Bei Kleinkindern rufen diese oft schwerere Symptome hervor als bei Erwachsenen. Was bei einer Grippe passiert, in welchen Fällen sie für Kleinkinder gefährlich ist und welche Tipps zur Behandlung es gibt, soll im Folgenden erläutert werden.

Fakten zum Thema

Infektionskrankheiten wie eine Grippe oder eine Erkältung sind bei Kleinkindern sehr häufig. Diese haben ein noch nicht vollständig entwickeltes Immunsystem. Krankheitserreger werden daher vom Körper später entdeckt und können weniger gezielt bekämpft werden. Bis zu zehn Infektionen pro Jahr (Erkältung oder Grippe) gelten bei Kleinkindern als normal. Im Unterschied zu einer Erkältung kann eine Grippe bei Kleinkindern länger anhalten und mit schwereren Symptomen einhergehen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Die Erreger der Grippe befallen in der Regel zuerst die Schleimhäute der Atemwege. Hier verursachen sie kleine lokale Entzündungen. Kleinkinder mit einer Grippe zeigen einige klassische Symptome. Dazu gehören:

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Heiserkeit (Dysphonie) und/oder Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Gliederschmerzen
  • Fieber (Pyrexie)
  • Unwohlsein und Übelkeit (Nausea)

Das Anfangsstadium einer Grippe kann häufig daran erkannt werden, dass Kinder abgeschlagen und müde wirken. Viele Kinder spielen nicht mehr gerne und ziehen sich zurück. In solchen Fällen sollten Eltern verstärkt auf das Verhalten ihrer Kinder achten. Bei den ersten Anzeichen einer Grippe sollte das Kind auf jeden Fall zu Hause bleiben. Am besten ist Bettruhe. Es reicht jedoch oftmals auch aus, dass sich das Kind einfach schont und nicht mehr herumtobt.[2]

Tipps zur Behandlung

In vielen Fällen können die Beschwerden bei einer Grippe mit einfachen Hausmitteln selbst gelindert werden. Gegen Halsschmerzen helfen zum Beispiel Halswickel, Lutschbonbons (am besten mit Honig) sowie warme Kräutertees. Kräutertees sollten frisch zubereitet werden. Bei Kleinkindern ist darauf zu achten, dass der Tee nicht zu heiß ist. Eltern sollten diesen daher immer selber vortesten.

Bei Schnupfen helfen Nasenduschen, Inhalationen mit Kochsalz oder Dampfbäder mit Kamillenblüten. Auch Nasensprays können hilfreich sein. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass diese ausschließlich auf Meerwasserbasis beruhen. Andere Nasensprays können bei langfristigem Gebrauch eine Abhängigkeit erzeugen. Auf eine freie Nase sollte vor allem vor dem Schlafengehen geachtet werden. Ausreichender und möglichst geruhsamer Schlaf sind für Kinder am wichtigsten, um sich wieder von einer Grippe zu erholen.

Fieber kann mit Umschlägen und Wadenwickeln gesenkt werden. Steigt das Fieber allerdings über 40 °C an oder hält es länger als zwei Tage am Stück an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In folgenden Fällen sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden:

  • Fieber besteht länger als zwei Tage
  • Kind isst und trinkt nicht mehr
  • Erbrechen (Emesis) und/oder starker Durchfall (Diarrhöe) kommen hinzu[3]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe