Grippe Beim Kind: Personengruppe

Grippe bei Neugeborenen

© PantherMedia / Philip Lange

Die Grippe kann alle Menschen betreffen, so auch schon Neugeborene. Ansonsten gesunde Menschen überstehen eine Grippe in der Regel ohne Probleme. Bei einem Neugeborenen kann sie dagegen schwere Auswirkungen haben.

Was bei einer Grippe passiert, wie sie sich bei Neugeborenen äußert und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, wird im Folgenden erklärt.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Grippe wird durch Viren aus der Gruppe der Influenza-Viren hervorgerufen. Diese werden von Mensch zu Mensch übertragen. Bei Neugeborenen geschieht die Übertragung in der Regel von den Eltern auf das Baby. Auch Angehörige, insbesondere Geschwister, kommen als potenzielle Überträger infrage.

Es kann natürlich auch vorkommen, dass Krankenschwestern oder Ärzte Grippe-Erreger übertragen. Aufgrund der hohen Hygienestandards ist das heute aber nur noch selten der Fall.[1]

Medizinische Fakten

Ein Neugeborenes hat noch kein fertig entwickeltes Immunsystem, es kann Krankheitserreger daher nur schwer abwehren. Dafür besitzt es den sogenannten Nestschutz. Darunter versteht man Faktoren, die es von seiner Mutter mitbekommt und die in gewissem Umfang gegen Infektionen schützen. Der Nestschutz ist aber naturgemäß nur begrenzt wirksam und kann nicht grundsätzlich verhindern, dass das Neugeborene an einer Infektion erkrankt.

Infektionen bei Neugeborenen sind also keine Seltenheit. Mediziner gehen davon aus, dass bis zu zehn Infektionen pro Jahr noch als normal einzustufen sind.

Die Grippe-Erreger befallen die Schleimhäute des Hals-, Nasen- und Rachenbereichs. Hier lösen sie lokale Entzündungen aus. Auch bei Neugeborenen äußert sich eine Grippe durch

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)
  • Halsschmerzen
  • Fieber (Pyrexie)[2]

Tipps

Insbesondere Fieber kann für kleine Kinder sehr gefährlich werden. Bei einer stark erhöhten Körpertemperatur laufen einige Stoffwechselvorgänge langsamer oder gar nicht mehr ab. Neugeborene, die Fieber haben, sollten somit am besten immer gleich einem Arzt vorgestellt werden. Außerdem ist ein Arztbesuch anzuraten, wenn das Neugeborene viel weint, schreit oder nicht mehr trinkt. Im Zweifelsfall oder bei Unsicherheit sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe