Grippe In der Schwangerschaft: Risiken

Grippe in der Frühschwangerschaft

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Die Grippe (Virusgrippe, Influenza) ist eine schwere Infektionskrankheit der Atemwege und macht sich durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn mit zumeist starken Kopfschmerzen (Cephalgie), Halsschmerzen( Pharyngitis), Fieber (Pyrexie) und Abgeschlagenheit bemerkbar. Auch schwangere Frauen können an der Virusgrippe erkranken.

Was bei einer Grippe im Körper genau passiert, was dies in der Frühschwangerschaft bedeutet und wann eine Grippe in der Frühschwangerschaft gefährlich werden kann, wird im Folgenden erklärt.

Fakten zum Thema

Die Grippe wird durch Influenza-Viren, die zur Gruppe der Orthomyxoviridae gehören, verursacht. Das Virus wird zumeist über Tröpfchen- oder Schmierinfektion verbreitet und vermehrt sich in den Schleimhautzellen des Nasen-Rachen-Raums. Als klassische Symptome einer Virusgrippe gelten:

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Halsschmerzen (Pharyngitis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Gliederschmerzen(Myalgie, Arthralgie und Ostealgie)
  • Übelkeit (Nausea)
  • Fieber (Pyrexie)

Meist beginnt die Erkrankung im Gegensatz zu einer einfachen Erkältung sehr plötzlich mit starken Symptomen.

Wichtig ist, dass sich Betroffene während der Dauer der Grippe schonen. Eine zusätzliche Belastung des Körpers etwa durch Sport oder Stress sollte unbedingt vermieden werden. Dies gilt insbesondere in der Schwangerschaft.[1] 

Grippe in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist zwischen verschiedenen unterschiedlich empfindlichen Phasen zu differenzieren. So gibt es in der Frühschwangerschaft eine Phase der Embryonalentwicklung, in denen das Alles-oder-nichts-Prinzip gilt. Diese Phase besteht in den ersten drei bis vier Wochen. Hier haben starke äußere Einflüsse entweder einen Abbruch der Schwangerschaft zur Folge oder schaden dem Ungeborenen nicht.[2] .

Bei Grippe besteht eine Gefahr für das Baby nach heutigem Wissenstand nur dann, wenn extrem hohes Fieber auftritt. Schwangere Frauen, die eine Temperatur über 40 °C bei sich messen sowie Frauen, die über mehrere Tage eine leicht erhöhte Körpertemperatur feststellen, sollten einen Arzt aufsuchen. Dabei ist bei der Messung zu beachten, dass die Basaltemperatur einer Schwangeren sowieso schon etwa 0,5°C über der normalen Körpertemperatur liegt.[3]

Tipps zur Behandlung

Generell ist bei schwangeren Frauen verstärkt darauf zu achten, dass diese genügend Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen, insbesondere während einer Erkrankung. Dies ist wichtig, um den Körper bei Kräften zu halten. Vor allem bei Fieber gehen dem Körper außerdem viel Flüssigkeit und Elektrolyte verloren, die ersetzt werden müssen. Hausmittel wie Wadenwickel oder warmer Kräutertee und Hühnersuppe können bei dem Genesungsprozess unterstützend wirken.

Ansonsten kann eine Grippe während der Schwangerschaft behandelt werden, wie im Normalfall auch. Auf eine eigenständige Medikamenteneinnahme sollte jedoch verzichtet werden. Bei den meisten Medikamenten ist noch nicht vollständig geklärt, wie sie auf ein ungeborenes Baby wirken. Die Behandlung sollte also unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe