Grippe Schweinegrippe (H1N1): Im Alltag

H1N1 / Scheinegrippe im Kindergarten

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Die Schweinegrippe (H1N1) ist eine Unterform der echten Grippe (Influenza,Virusgrippe genannt). Sie hat im Jahr 2009 einige Todesfälle hervorgerufen und wurde zur vierten großen Grippe-Pandemie erklärt. Diese Form der Grippe kann leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden – insbesondere an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten.

Was die Schweinegrippe ist, welche Risikofaktoren es gibt und was insbesondere im Kindergarten beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Was ist die Schweinegrippe?

Die Schweinegrippe ist eine durch Influenza-A-Viren des Typs H1N1 verursachte Erkrankung, welche zuerst beim Schwein isoliert wurde, aber auch Menschen und Vögel befallen kann. Sie führt zu den klassischen Grippesymptomen, wie Husten (Tussis), Schnupfen (Rhinitis), Fieber (Pyrexie), Abgeschlagenheit, Kopf- (Cephalgie) sowie Gliederschmerzen (Arthralgie, Myalgie und Ostealgie) , und ist sehr ansteckend.

Seit dem Jahr 2009 gibt es einen Impfstoff gegen Schweinegrippe. Allerdings wurden seit dem Jahr 2010 keine Fälle in Europa und nur noch wenige Neuerkrankungen aus pazifischen und amerikanischen Staaten gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb die Schweinegrippe als nicht mehr akut gefährlich eingestuft. [1]

Schweinegrippe im Kindergarten

Bricht die Schweinegrippe in einem Kindergarten aus, liegt es im Ermessen des zuständigen Gesundheitsamtes, ob die Einrichtung vorübergehend geschlossen werden soll. Eltern von betroffenen Kindern entscheiden selbst, ob Geschwisterkinder den Kindergarten weiterhin besuchen dürfen. Wird ein Kind vorübergehend nicht in den Kindergarten gelassen, so hat dies keine Konsequenzen auf den Kindergartenplatz – er steht weiterhin für das Kind zur Verfügung, bis die akute Infektionsgefahr vorüber ist. [2]

Risiken im Kindergarten

Im Kindergarten besteht zunächst das Problem, dass sich sehr viele Menschen auf engem Raum aufhalten. Unter einer großen Anzahl von Menschen ist das Risiko, dass Grippe-Viren irgendwo vorhanden sind, sehr groß. Bei kleinen Kindern besteht zudem die Gefahr, dass Hygieneregeln nicht konsequent eingehalten werden. So muss im Kindergarten immer verstärkt darauf geachtet werden, dass sich Kinder:

  • regelmäßig die Hände waschen
  • nur in die Ellenbeuge oder in ein Taschentuch niesen
  • benutzte Taschentücher nicht herumliegen, sondern in einen geschlossenen Mülleimer entsorgt werden

Schon früh sollte versucht werden, die Kinder über mögliche Risiken unachtsamen Verhaltens aufzuklären. Dabei soll keine Panik gemacht, sondern ruhig und in einfachen Worten erklärt werden, wie Krankheiten übertragen werden können. So wird schon früh ein eigenes Risikobewussten erzeugt und das Risiko, dass sich Infektionskrankheiten wie die Grippe (oder die Schweinegrippe) rasant ausbreiten, wird zumindest gemindert. [3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe