Grippe Schweinegrippe (H1N1): Personengruppe

H1N1 bei Baby

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H1N1 ist die Abkürzung für einen bestimmten Grippe-Erreger. Es ist der Erreger, der als Schweinegrippe bekannten Erkrankung. Die Schweinegrippe wird heute nicht mehr als akut gefährlich eingestuft. Dennoch ist es wichtig zu wissen, wie sie sich äußert, denn vor allem bei Neugeborenen geht eine solche Erkrankung mit großen Risiken einher. Was H1N1 ist, wie sich die Schweinegrippe bei einem Baby äußert und wie sie behandelt werden sollte, soll hier erklärt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Grippe kann durch verschiedene Erreger ausgelöst werden. Diese werden in die Untergruppen A, B und C eingeteilt. H1N1 ist wiederum ein Subtyp des A-Virus. H1N1 unterscheidet sich von anderen Viren aus der Gruppe der Influenza-Viren durch seine Oberfläche, durch seine Erbinformation und durch die Symptome, die es auslöst.

Die Schweinegrippe wurde im Jahr 2010 zur Pandemie erklärt. Seit dem Jahr 2012 gilt sie in Deutschland und in den meisten europäischen Ländern nicht mehr als gefährlich. Eine potenzielle Ansteckungsgefahr besteht aber weiterhin. Insbesondere bei Babys kann eine Infektion mit H1N1 unter Umständen tödlich enden. [1]

Symptomatik

Eine Infektion mit H1N1 verläuft in der ersten Zeit nach der Infektion ebenso wie eine herkömmliche Grippe. Eine beginnende Grippe zeigt sich bei Babys häufig durch Benommenheit, durch Appetitverlust und dadurch, dass sie viel schlafen.

Im weiteren Verlauf kann es zu folgenden Symptomen kommen.

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Fieber (Pyrexie)
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit (Dysphonie)

Bei einigen Babys zeigen sich diese Symptome vor allem durch häufiges Weinen. Andere Babys schlafen vermehrt. Bei einer Infektion mit dem H1N1-Virus kann das Fieber innerhalb weniger Stunden auf über 40 °C ansteigen. Diese Temperaturerhöhung ist für Babys sehr gefährlich, da lebenswichtige Stoffwechselvorgänge im Körper zum Erliegen kommen können. Außerdem treten bei der Infektion mit H1N1 auch Symptome wie Übelkeit (Nausea), Durchfall (Diarrhoe) und Erbrechen (Emesis) auf. Dadurch verliert das Baby Flüssigkeit, Nährstoffe und Elektrolyte. Dadurch kann es zu einer lebensgefährlichen Mangelversorgung des Organismus kommen. [2]

Zu beachten

Eine Infektion mit H1N1 ist generell möglich, aber sehr selten. Babys sollten immer ärztlich untersucht werden, wenn das Fieber über 40 Grad steigt oder mehrere Tage eine erhöhte Körpertemperatur besteht. Auch wenn Durchfall und Erbrechen auftreten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Familien, die in Gebiete reisen, in denen Schweine- oder Vogelgrippe als Gefahr gilt, sollten sich vorher impfen lassen. [3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe