Halsschmerzen Beim Kleinkind: Homöopathie

"Globuli" bei Halsschmerzen (Kleinkind)

© PantherMedia / Richard Semik

Halsschmerzen treten oft zu Beginn eines grippalen Infekts auf. Sie werden von den Betroffenen meist als sehr lästig empfunden, schnelle Hilfe ist gefragt. Mit Gurgellösungen und Lutschtabletten können die Symptome oft nur unzureichend gelindert werden, die Einnahme von Globuli kann unter Umständen zusätzlich Erleichterung bringen.

Empfohlene Globuli bei Halsschmerzen

Bei leichten Halsschmerzen im Rahmen einer simplen Erkältung können Homöopathika als unterstützende Maßnahme eingesetzt werden. Folgende Mittel werden besonders häufig angewendet:

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Halsschmerzen, Heiserkeit, Ohrenentzündungen

Begleiterscheinungen können Kopfschmerzen, Heuschnupfen, Tränenfluss und/oder Zahnschmerzen sowie geschwollene Augen sein. Auslöser sind virale und bakterielle Infektionen.

Verbesserung:

Durch Frischluft und kühle Umgebung.

Verschlechterung:

Durch feuchtkaltes Wetter, stickige Räume, warme Umgebung und Nebel.

Empfohlene(s) Mittel:

Allium cepa

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Halsschmerzen, Bronchitis

Begleiterscheinungen können Husten, Aphten, Mundfäule, Fieber, Zahnfleischentzündungen, Schnupfen und eine Nasennebenhöhlenentzündung sein. Außerdem ist die betroffene Person oft kraftlos und schlaff. Auslöser sind virale und bakterielle Infektionen.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Empfohlene(s) Mittel:

Ammonium chloratum

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Halsschmerzen, Kehlkopfentzündung

Begleiterscheinungen können Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, Durchfall, Erbrechen, Blähungen, Schweißausbrüche und Warzen sein. Außerdem ist die betroffene Person oft besorgt, hektisch, extrovertiert, impulsiv, herzlich, hat einen wachen Intellekt, Falten, einen grauen Teint sowie ein eingefallenes Gesicht. Auslöser sind virale und bakterielle Infektionen.

Verbesserung:

Durch frische Luft und Kühle.

Verschlechterung:

Durch Menstruation, Wärme, stickige Räume, auf der linken Seite liegen und nachts.

Empfohlene(s) Mittel:

Argentum nitricum

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Halsschmerzen, Angina, Scharlach

Begleiterscheinungen können Ekzeme, Gürtelrose, Magenschleimhautentzündung, Blasenentzündung, Harndrang und Sonnenbrand sein. Außerdem ist die betroffene Person ängstlich, reizbar und überheblich. Auslöser sind virale und bakterielle Infektionen.

Verbesserung:

Durch Reiben, Ruhe und Wärme.

Verschlechterung:

Durch Berührungen, Gehen, Stehen, Getränke und Wasserlassen.

Empfohlene(s) Mittel:

Cantharis vesicatoria

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hals- und Ohrenschmerzen

Begleiterscheinungen können Kopfschmerzen, Durchfall, Lippenherpes, Magenschleimhautentzündung sowie Sodbrennen sein. Außerdem ist die betroffene Person schwach, träge, hat gerötete Wangen, ist schnell beleidigt und übellaunig. Auslöser sind virale und bakterielle Infektionen.

Verbesserung:

Durch Hitze.

Verschlechterung:

Durch Kälte.

Empfohlene(s) Mittel:

Capsicum

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Halsentzündungen, Angina

Begleiterscheinungen können geschwollene Lymphknoten, rheumatisches Fieber, Zungenbelag sowie Gelenkschmerzen sein. Außerdem ist die betroffene Person ruhelos und schwach. Auslöser sind virale und bakterielle Infektionen.

Verbesserung:

Durch Ruhe und Wärme.

Verschlechterung:

Durch nasskaltes Wetter, Bewegung sowie nachts.

Empfohlene(s) Mittel:

Phytolacca

Potenz: D10

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Im Rahmen der Selbstmedikation sollten nur leichte, akute Halsschmerzen behandelt werden. Sind die Schmerzen ungewöhnlich stark oder halten sie länger als 3 bis 5 Tage an, sollte in jedem Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Stark gerötete Mandeln und/oder eitrige Stippen, hohes Fieber und geschwollene Lymphknoten können auf bakterielle Infekte hinweisen, die den Einsatz von Antibiotika erforderlich machen. Treten Halsschmerzen isoliert und ohne weitere Erkältungssymptome auf, liegt möglicherweise eine Arzneimittelnebenwirkung oder eine Schilddrüsenproblematik vor. Beides gehört ebenfalls in die Hände eines Mediziners.[1]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen