Husten Beim Baby: FAQ

Baby hat Reizhusten – was hilft?

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Reizhusten ist eine Form von Husten (Tussis), die meist zu Beginn einer Erkrankung auftritt. Reizhusten wird auch als trockener oder unproduktiver Husten bezeichnet und wird nicht von Auswurf begleitet. Er zeichnet sich vor allem durch seine hohe Intensität aus und raubt den Betroffenen vor allem nachts durch seinen starken Hustenreiz den Schlaf. Auch Babys können im Rahmen von Atemwegsinfekten unter Reizhusten leiden. Was hilft gegen den Reizhusten bei Babys? Was tun von Seiten der Eltern? Um die Beantwortung dieser Fragen soll es im Folgenden gehen.

Behandlung von Reizhusten bei Kindern

Husten wird durch eine infektbedingte Entzündung der Schleimhäute in den Atemwegen hervorgerufen. Zudem bilden die Schleimhäute der Atemwege und Bronchien vermehrt Schleim, der im späteren Verlauf der Erkrankung gelöst und abgehustet wird. Vorher tritt trockener Reizhusten auf. Dieser zehrt an den Kräften und raubt den Betroffenen meist auch nachts den Schlaf [1].

Allgemeine Maßnahmen

Bei Infekten von Atemwegen und dadurch bedingten Husten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Bei nicht mehr gestillten Babys empfiehlt sich die Gabe von Wasser und Kamillentee. Gerade warme Flüssigkeiten beruhigen und pflegen die Schleimhäute und unterstützen die Lösung des Schleims. Eine warme und feuchte Raumluft verzeichnet ähnliche positive Effekte [2].

Hausmittel/Anwendungen

Auch bei Babys können gezielt Hausmittel zur Besserung des Reizhustens angewendet werden.

Flüssigkeitszufuhr: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist nicht nur für die Schleimhäute und die Schleimlösung wichtig, sie beugt auch einer Austrocknung (Dehydrierung) vor. Vor allem warme Flüssigkeiten lindern den Hustenreiz. Babys unter 6 Monaten sollten allerdings weiterhin zuerst Muttermilch oder Muttermilchersatz bekommen. Für ältere Säuglinge eignen sich dann auch schon Wasser, Kamillentee und teilweise Suppe. Im Zweifelsfall kann dies mit einem Arzt abgesprochen werden.

Dampf: Dampf ist eine Möglichkeit, gezielt ein warmes und feuchtes Raumklima gegen den Husten zu nutzen. So werden die Schleimhäute beruhigt und der Hustenreiz dadurch gestillt. Das Baby dazu einfach in einem Badezimmer voller warmen Dampf baden. Durch die Zugabe von ein paar Tropfen Menthol, Eukalyptus oder Kiefernöl in das Badewasser werden die positiven Effekte noch verstärkt sowie die Schleimlösung vorangetrieben [3].

Medikamente

Vor der Gabe von Medikamenten an Säuglinge sollte immer Rücksprache mit einem Arzt erfolgen und geprüft werden, ob die Mittel für Kinder geeignet sind.

Spitzwegerich: Dieser Wirkstoff weist eine antibakterielle und reizlindernde Wirkung auf, außerdem bildet er eine schützende Schicht auf den Schleimhäute. Dadurch lindert er den Husten und beruhigt die gereizten Schleimhäute. Spitzwegerich ist in der Regel sehr verträglich, allerdings können Unverträglichkeiten auftreten, woraufhin die Anwendung unverzüglich einzustellen ist. Spitzwegerich enthaltende Medikamente sollten alkohol- und zuckerfrei sein, wenn sie bei Babys zur Anwendung kommen, z.B. Spitzwegerich Hustensaft-Naturkraft, tetesept: Hustensaft Bronchial-activ und Spitzwegerich Erkältungs- und Hustensirup [4].

Isländisches Moos: Dieser Wirkstoff ist ebenfalls ein pflanzlicher Hustenstiller, welcher eine reizlindernde, entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung verzeichnet. Auch er bildet eine Schutzschicht auf den Schleimhäuten [5]. Bisher sind keine Neben- oder Wechselwirkungen bekannt, nur bei Überempfindlichkeiten sollte die Einnahme nicht erfolgen. Isländisch Moos ist vor allem in Medikamenten der Isla-Gruppe wie Isla-Moos, Isla-Mint oder Isla-Cassis enthalten. Lutschpastillen sollten nicht bei Babys angewendet werden [6].

Zu beachten

Gerade bei Babys sollte bei aufkeimenden Krankheitssymptomen ein Arzt zu Rate gezogen und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Besondere Vorsicht ist bei länger anhaltenden Beschwerden, hinzukommenden Symptomen wie Fieber (Pyrexie) oder besonders bei der Verweigerung der Nahrungsaufnahme geboten. Weiterhin sollten Hausmittel sowie Medikamente vor der Anwendung sicherheitshalber mit einem Arzt besprochen werden.