Husten Beim Baby: FAQ

Baby hat Husten (nachts)

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Husten (Tussis) ist ein sehr häufig auftretendes Symptom einer Erkältung (grippaler Infekt) und kann bei Babys zusammen mit Schnupfen (Rhinitis) auftreten. Erkältungen sind Infektionen des Mundes, der Atemwege oder der Nase und werden durch verschiedene Viren oder Bakterien ausgelöst.

Das Immunsystem von Babys ist noch nicht vollständig aufgebaut und muss sich erst entwickeln. Aus diesem Grund sind Babys oft sehr anfällig für virale und bakterielle Infekte. Im Zuge dieser Infekte wird vermehrt Sekret vom Körper produziert, das die Viren und Bakterien ausspülen soll. Der Husten ist wichtig, da er die Krankheitserreger aus dem Körper befördert, und sollte nicht unterdrückt werden. [1]

Hausmittel gegen Husten bei Babys

Häufiger und länger anhaltender Husten, besonders nachts, kann Babys Kraft und Schlaf rauben. Nachfolgend lassen sich einige Hausmittel finden, die sich aufgrund ihrer wohltuenden Wirkung bei der Behandlung von Husten bei Babys bewährt haben.

Viel Flüssigkeit

Besonders wichtig ist, dass Babys während einer Erkältung besonders viel trinken. Die Flüssigkeit hilft, den Schleim in den Bronchien zu verflüssigen, und befeuchtet auch noch die Schleimhäute. Der Schleim lässt sich dadurch viel einfacher abhusten. Besonders wohltuend kann zum Beispiel Holundertee sein. Einfach einen Teelöffel Blüten aus der Apotheke mit 0,2 l heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee auf Trinktemperatur abkühlen und dem Baby mit dem Fläschchen geben. [2]

Feuchtigkeit

Wasserdampf kann die Atemwege des Babys öffnen und den Schleim lösen. Wichtig ist, das Baby nicht direkt heißem Dampf auszusetzen, da es sich sonst verbrühen könnte. Schonender ist es, wenn nasse Tücher in der Nähe des Bettchens aufgehängt werden. Als Alternative dazu kann das Baby auch mit ins Badezimmer genommen werden. Einfach den Heißwasserhahn in der Dusche aufdrehen und bei geschlossener Tür zusammen in dem dampfigen Raum bleiben. Wichtig: Dem Baby hinterher unbedingt trockene Kleidung anziehen oder es in eine dicke Decke wickeln. [3]

Frische Luft

Viel frische Luft tut den gereizten Schleimhäuten gut und unterstützt die Genesung. Wichtig ist, darauf zu achten, das Baby der Witterung entsprechend warm anzuziehen. Sollte das Baby aber erhöhte Temperaturen oder Fieber (Pyrexie) haben, ist von einem Spaziergang abzuraten. Nachts kann das Baby auch bei geöffnetem Fenster schlafen. Zudem ist darauf zu achten, die Wohnung nicht zu überheizen, da die trockene Heizungsluft die Bronchien zusätzlich belasten kann. [4] [3]

Zu beachten

Tabakrauch wirkt extrem belastend und kann den Infekt fördern. Wichtig ist daher, nicht im Wohnbereich und in der Nahe des Kindes zu rauchen. Hält der Husten länger als ein paar Tage an, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Hier könnte es sich um Asthma, Bronchitis oder Keuchhusten handeln. Zeigen sich beim Husten Anzeichen von Atemnot (blaue Lippen, ziehendes Geräusch beim Einatmen), sollte sofort ein Arzt kontaktiert werden. [6] [7]