Husten Beim Kind: Begleiterscheinungen

Husten u. Fieber (bei Kindern)

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Husten und Fieber können gemeinsam als begleitende Symptome einer Erkrankung der Atemwege auftreten. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion, die sich je nach ihrer Lokalisation in einem bestimmten Krankheitsbild darstellt. Der folgende Text beschreibt im Überblick die wesentlichen medizinischen Fakten und den biologischen Zusammenhang von Husten und Fieber bei Kindern.

Medizinische Fakten

Husten (lat. Tussis) ist die häufigste Ursache für die Vorstellung beim Kinderarzt. Akuter Husten spricht für eine virale oder bakterielle Infektion, chronischer Husten kann auf ein noch nicht diagnostiziertes Asthmaleiden hinweisen. [1]

Grundsätzlich ist das Vorliegen von Fieber diagnostisch wegweisend. Fieber kann sich bei Kindern oftmals als Symptom einer durch Bakterien oder Viren hervorgerufenen Krankheit einstellen, ist aber in vielen Fällen harmlos. Im Rahmen typischer Viruserkrankungen der oberen Atemwege (viraler bzw. grippaler Infekt), der Bronchien (Bronchitis) oder als Folge einer absteigenden Bronchieninfektion (Bronchopneumonie) kann Fieber auftreten. Ab gemessenen Körpertemperaturen von 38,5°C und höher spricht man von Fieber, unterhalb davon von subfebrilen Temperaturen. [2] Hierbei ist zu beachten, dass bei Kindern die Temperaturmessung grundsätzlich rektal erfolgen muss, um falsch-niedrige Temperaturen auszuschließen.

Klassische Symptome einer akuten infektionsbedingten Atemwegserkrankung sind neben dem Husten:

  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • auffällige Atemgeräusche
  • Belastungsminderung
  • Abgeschlagenheit
  • und teils ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl [3]

Die Therapie richtet sich nach der Diagnose. Dabei müssen verschiedene Fragen geklärt werden: handelt es sich zum Beispiel um einen trockenen, bellenden oder stakkatoartigen Husten, tritt der Husten in bestimmten Situationen auf oder liegen andere Beschwerden vor? Hier kann nur der Arzt weiterhelfen. Außerdem sollte bei einer Fieberperiode, die länger als einen Tag anhält, ein Arzt konsultiert werden. [4] Als gefährlichste Komplikation muss eine Lungenentzündung (Pneumonie) ausgeschlossen werden. [5]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Viren und Bakterien gelangen über Mund und Nase in den Körper und können so leicht zu einer Infektion der oberen und unteren Atemwege führen. Es kommt zu einer direkten Schädigung des Bronchialepithels, welche von einer Entzündungsreaktion begleitet wird. Die resultierende Zellschwellung hat eine vermehrte Schleimproduktion zur Folge. Das Ergebnis der Schleimhautschädigung und der vermehrten Schleimproduktion ist ein andauernder Hustenreiz. Als körperfremde fieberauslösende Stoffe (exogene Pyrogene) wirken Viren oder Bakterientoxine ebenso wie bestimmte Entzündungsmediatoren (endogene Pyrogene) mittels einer Sollwertverstellung im Hypothalamus für einen Anstieg der Körpertemperatur und somit für Fieber. [6]

Zu beachten

Krankheitserreger der Atemwege übertragen sich sehr leicht von einem Menschen auf den anderen. Gerade Kinder untereinander können sich im Alltag, im Kindergarten oder in der Schule schnell gegenseitig infizieren. Daher ist es wichtig, dass Eltern darauf achten, dass sie ihr Kind lieber für ein paar Tage zu Hause behalten, wenn sich Anzeichen von Erkältung, Husten und Fieber einstellen. Zur Prophylaxe eignen sich weiterhin die Einhaltung grundliegender Hygieneregeln, regelmäßiges Händewaschen und eine Stärkung des kindlichen Immunsystems u.a. durch eine gesunde Ernährung und psychisches Wohlbefinden.