Husten Chronisch: Begleiterscheinungen

Chronischer Husten u. Schnupfen

© PantherMedia / Andriy Popov

Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) sind sehr häufige Beschwerden in der gesamten Bevölkerung. In den meisten Fällen gehen sie mit Infektionskrankheiten einher und sind nicht gefährlich. Halten Husten und Schnupfen länger an, können sie chronisch und unter Umständen auch gefährlich werden. Wie chronischer Husten und Schnupfen entstehen, was dabei im Körper passiert und was beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Halten Husten und Schnupfen länger als drei bis vier Wochen an, werden sie als chronisch bezeichnet. Chronischer Husten und Schnupfen können unterschiedliche Ursachen haben. Folgende Möglichkeiten sollten immer überprüft werden:

  • Schädigung der Schleimhaut durch Noxen, Hitze oder Kälte
  • Hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft)
  • Nebenwirkungen von Arzneimitteln (ACE-Hemmer, Beta-Blocker)
  • Allergische Reaktionen
  • Anatomische Veränderungen wie Septumdeviationen [1]

Insbesondere bei chronischem Husten gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren, die als Ursache infrage kommen. Dazu gehören:

  • Asthma bronchiale
  • Allergien
  • Chronische Bronchitis und COPD (häufig bei Rauchern)
  • Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Tuberkulose
  • Zerstörung der Lungenbläschen (Lungenemphysem)

Bei Husten muss beachtet werden, dass insbesondere trockener Husten noch bis zu drei Wochen nach einer Erkältung auftreten kann. Dies ist allerdings noch kein chronischer Husten, sondern die Schleimhäute benötigen einfach einige Zeit, um sich zu erholen.

Biologischer Zusammenhang

Husten und Schnupfen entstehen in den meisten Fällen durch eine Reizung der Schleimhäute. Diese kann sowohl durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien als auch durch externe Faktoren wie Staub, Gase, Pollen oder Tierhaare geschehen. Husten ist ein natürlicher Schutzreflex des Körpers.Durch den Hustenstoß sollen Krankheitserreger oder Reizstoffe aus dem Körper nach außen befördert werden.

Bei Entzündungen wird im Körper das Immunsystem aktiviert. Dieses produziert dann Abwehrstoffe, die gegen die Erreger wirken. So kommt es zum Beispiel zu einer vermehrten Produktion von Nasensekret bei Schnupfen: Dieses setzt sich aus abgetöteten Krankheitserregern und verbrauchten Immunzellen zusammen. Bei einer Lungenentzündung oder einer Bronchitis ist der Mechanismus ähnlich, auch wenn er eher in den Lungenbläschen stattfindet als in der Nase. Bei einer Lungenentzündung sammelt sich dieser Schleim dann in der Lunge an und soll durch den Hustenreflex nach außen befördert werden. [2]

Zu beachten

Werden Husten und Schnupfen chronisch, können sie im Körper dauerhafte Veränderungen bewirken. Durch den Husten können zum Beispiel die Schleimhäute geschädigt werden. Bei einem Lungenemphysem, bei COPD und bei einer Lungenentzündung kann es zum Untergang von Lungenbläschen kommen. Die Folge sind dauerhafte Lungen- und Atemprobleme. Generell gilt, dass chronischer Husten und Schnupfen so schnell wie möglich behandelt werden sollten. Je länger mit der Behandlung gewartet wird, desto schlimmere Schäden können im Körper entstehen. [3]