Husten Mit Schleim: Im Alltag

Husten mit Auswurf (am Morgen)

© PantherMedia / Samo Trebizan

Morgendlicher Husten, der von Auswurf begleitet wird, kann auf krankhafte (pathologische) Veränderungen der Bronchien und der Lunge hindeuten. Grundsätzlich sollte daher immer eine ärztliche Abklärung stattfinden. Im Folgenden werden die medizinischen Fakten sowie biologischen Zusammenhänge dargestellt und erläutert, was dabei unbedingt zu beachten ist.

Medizinische Fakten

Morgendlicher Husten kann von Auswurf begleitet werden. Das Aussehen und die Menge des Auswurfs können variieren. So kann der Auswurf schleimig und klar, aber auch bräunlich verfärbt sein. Letzterer tritt vor allem bei Rauchern auf, da Schadstoffe im Zigarettenrauch den natürlichen Reinigungsmechanismus der Atemwege beeinträchtigen. Auch andere Substanzen können jedoch eine entsprechende Wirkung haben. Der Hustenreiz tritt in der Regel morgens direkt nach dem Aufstehen auf. Der Husten hört sich tief und grollend an und kommt aus dem Brustkorb. Die Hustenanfälle sind meistens deutlich heftiger als möglicherweise auch während des Tages auftretender Husten. Zudem ist der Auswurf häufig zäher. Kommt es schon seit drei bis vier Wochen oder gar länger zu solchen morgendlichen Hustenanfällen, spricht man von einem „chronischen Husten“. Er ist gewöhnlich die Folge geschädigter Atemorgane. Die Lunge und Bronchien sind dann von vorne herein leicht reizbar. Vergleichbare Hustenattacken können in diesem Fall nicht nur am Morgen beim Aufstehen, sondern beispielsweise auch beim Einatmen kalter Luft auftreten.[3] [4] [3] [2] [1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Insbesondere Raucher sind von morgendlichem Husten mit Auswurf betroffen, da Zigarettenrauch die Flimmerhärchen des Atemtraktes lähmt. Die Flimmerhärchen transportieren normalerweise eingeatmete Schmutzpartikel und Krankheitserreger aus den Atemwegen in einem Schleimfilm in Richtung Rachen, wo sie verschluckt und von der Magensäure unschädlich gemacht werden. Wenn über längere Zeit dieser natürliche Reinigungsmechanismus gestört ist, kommt es zur Ansammlung von Schadstoffen in der Lunge und den Bronchien. Als Abwehrreaktion folgen Entzündungsprozesse und übermäßige Schleimproduktion. Da die Flimmerhärchen nachts nicht dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind, beginnen sie nach 6-8 Stunden wieder zu arbeiten. Sie transportieren das angesammelte Schmutz- und Schleimgemisch aus dem Atemtrakt. Der übermäßig produzierte Schleim kann nicht mehr allein mit dem Speichel geschluckt, sondern muss ausgespuckt werden. Dies macht sich als Auswurf beim morgendlichen Husten bemerkbar. Brauner Schleim ist hierbei ein Zeichen für die zunehmende Verschmutzung des Atemsystems.[4] [2] [1] [5] [1]

Zu beachten

Husten mit morgendlichem Auswurf deutet auf eine Störung des natürlichen Reinigungsmechanismus der Atemwege und damit einhergehende Entzündungsprozesse hin. Durch solche Entzündungsreaktionen können die Atemwege dauerhaft Schaden nehmen. Vor allem Raucher sollten daher eine entsprechende Symptomatik nicht als harmlose Nebenwirkung ihres Zigarettenkonsums hinnehmen. Denn Krankheitserreger können sich durch den behinderten Reinigungsmechanismus leichter ansiedeln. Neben der Neigung zur akuten Entzündung der Bronchien (akute Bronchitis) kann sich eine dauerhaft bestehende, chronische Bronchitis entwickeln. Gesellt sich zum Husten mit Auswurf eine Atemnot bei Belastung, kann es sich um eine chronisch obstruktive Bronchitis handeln: Eine Veränderung der Lungenstruktur hat in diesem Falle eine Verengung der Atemwege (Obstruktion) verursacht. Auch das für den Sauerstoffaustausch notwendige Lungengewebe kann zerstört werden. Betroffene Lungenbereiche werden überbläht und ein sogenanntes Emphysem entsteht. Tritt morgendlicher Husten begleitet von Auswurf auf, ist vor diesem Hintergrund eine ärztliche Diagnostik dringend angeraten. Nur so kann der Zustand der Atemorgane beurteilt und ein möglicherweise unumkehrbares Fortschreiten der Beschwerden verhindert werden.[5] [2]