Husten Mit Schleim: Im Alltag

Husten mit Auswurf (2 Wochen)

© PantherMedia / Markus Guhl

Husten mit Auswurf (Sputum) wird als produktiver Husten bezeichnet und ist oft Begleitsymptom einer Erkältung (auch grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung genannt). Tatsächlich handelt es sich gerade bei langen Verläufen von mehr als 2 Wochen meistens um eine akute Bronchitis, also einer Entzündung der oberen Atemwege.

Im folgenden Text werden überblickend medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und wichtige Hinweise zu der Entstehung und Ursache von Husten mit Auswurf gegeben.

Medizinische Fakten

Hustenreiz, Auswurf (anfangs oft fehlend), Glieder- und Kopfschmerzen sind die typischen Symptome einer Erkältung. Im Rahmen dieser kommt es nicht selten auch zu Entzündung der Bronchien (akute Bronchitis). In den überwiegenden Fällen sind Viren die Ursache, bei Kindern insbesondere RS- (Respiratory-Syncytial-Viren) und Adenoviren, bei Erwachsenen hingegen eher Rhino- und Coronaviren. Pneumokokken oder andere Bakterien finden sich sehr selten (unter 10%) und eher bei Patienten mit vorbestehenden Lungenerkrankungen. Desweiteren können Pilze oder Reizstoffe Auslöser einer Bronchitis sein.[1]

Seltener äußert sich Husten mit Auswurf als Symptom einer Lungenentzündung (Pneumonie), eines Asthma Bronchiale, einer Mukoviszidose oder chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) äußern. Hier ist der Krankheitsverlauf in der Regel deutlich länger als 2 Wochen, schwerer und von anderen Beschwerden begleitet.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei der infektiösen Entzündung der Bronchien kommt es zur vermehrten Produktion von Sekreten, um die sich dort ausgebreiteten Erreger zu beseitigen. Der Hustenreflex unterstützt den Transport des infizierten Sputums Richtung Rachen, wo es abgehustet oder verschluckt wird. Viral infizierter Auswurf ist meist weißlich klar und gerade in der Anfangsphase zäh, kann aber auch gelblich tingiert sein. Ein seit zwei Wochen bestehender Husten kann durch die lange Krankheitsdauer zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion führen.

Das Sputum ändert hierunter oft seine Farbe in gelblich-grün und ist eitrig. Die bakterielle Superinfektion muss in der Regel immer durch einen fachkundigen Arzt behandelt werden.[2]

Farbe und Beschaffenheit des Sekrets können Hinweise auf einen möglichen Erreger geben, sind in der Praxis aber eher von untergeordneter Bedeutung, da sie nicht aussagekräftig genug sind.

Zu beachten

In seltenen Fällen kann es zu einem Husten mit begleitenden rötlich, schaumigen oder auch blutigen Auswurf kommen.[2] Dieser und jeder über drei Wochen anhaltender und damit chronischer Husten mit Auswurf ist wahrscheinlich nicht Ausdruck einer eher harmlosen Bronchitis und sollte immer abgeklärt werden.