Husten Reizhusten: Im Alltag

Reizhusten geht nicht weg

© PantherMedia / Ashok Tholpady

Reizhusten ist ein Husten ohne Auswurf. Er tritt häufig bei einer Reizung der unteren Atemwege durch Erkältungsviren auf. Reizhusten ist höchst unangenehm. Bleibt er über längere Zeit bestehen, kann er sich zu chronischem Husten entwickeln. Welche Ursachen dem Reizhusten zugrunde liegen, warum er anhaltend auftreten kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, soll im Folgenden erklärt werden.

Mögliche Ursachen für Reizhusten

Reizhusten, der nicht verschwinden will, kann viele Ursachen haben. Eine Reizung der unteren Atemwege kann zum Beispiel durch externe Faktoren wie Fremdkörper, Gase, Staub oder Chemikalien verursacht werden. Außerdem können auch Erkältungs- oder Grippe-Viren zu Reizhusten führen. Ebenso kann Reizhusten durch schwerwiegendere Erkrankungen hervorgerufen werden:

  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Entzündung der Luftröhre (Tracheitis)
  • Entzündung der Bronchialschleimhaut (Bronchitis)
  • Tumorerkrankungen

Auch verschiedene Medikamente wie zum Beispiel ACE-Hemmer, die gegen Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingenommen werden, können als Nebenwirkung Reizhusten verursachen.[1]

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt einige alternative Heilmittel, welche die Beschwerden bei Reizhusten lindern können. Als erste Wahl wird häufig der Spitzwegerichsirup genannt. Dafür werden 3-4 EL Spitzwegerichblätter zusammen mit 1 l Wasser aufgekocht und ziehen gelassen. Danach sollte der Betroffene die Blätter absieben und den Sud mit 400 Gramm Kandiszucker aufkochen, bis die Konsistenz dickflüssig wird. 3-4-mal täglich kann ein Löffel davon eingenommen.

Ergänzend können Isländisch-Moos Lutschpastillen sowie Kräutertees Linderung verschaffen. Für frischen Kräutertee wird Folgendes benötigt:

  • 20 g Anisfrüchte
  • 25 g Eibischwurzel
  • 10 g Isländisch Moos

Die Zutaten werden gemischt, dann wird davon ein EL mit 150 ml siedendem Wasser übergossen und 8-10 Minuten ziehen gelassen. Im Anschluss muss der Betroffene die Kräuter nur noch absieben und in kleinen Schlucken trinken.[2]

Eine andere Möglichkeit sind homöopathische Globuli. Spongia tosta D6 wird beispielsweise bei trockenem, hohl klingendem, sägendem oder bellendem Husten angewendet, Bryonia D6 hingegen bei trockenem und gleichzeitig schmerzhaftem Husten, der sich bei Betreten eines warmen Raumes verschlimmert und durch tiefes Atmen ausgelöst werden kann.[3]

Empfehlung

Reizhusten kann immer mal wieder oder anhaltend auftreten. Zu entscheiden, wann ein Arzt aufgesucht werden muss, kann daher individuell schwierig sein.Generell gilt, dass ein Arztbesuch nötig wird, wenn:

  • Der Reizhusten über mehr als vier Wochen besteht
  • Weitere Symptome wie Fieber (Pyrexie) oder Unwohlsein hinzukommen
  • Brustschmerzen auftreten
  • Atemnot hinzukommt

In diesen Fällen könnte eine schwere Grunderkrankung Ursache für den Reizhusten sein.[4]