Schnupfen Beim Baby: Anwendungen

Schnupfen absaugen (Baby)

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Säuglinge leiden besonders unter einem – für Erwachsene banalen – Schnupfen (Rhinitis). Da Babys die Atmung durch den Mund noch nicht beherrschen, fällt ihnen bei einem Schnupfen (Rhinitis) auch das Trinken besonders schwer.[1]

Warum das Absaugen für Babys nicht die richtige Wahl ist, wie einem Säugling in einer solchen Situation stattdessen am besten geholfen werden kann und auf welchen Mechanismen die Wirkung beruht, soll im folgenden Text eingegangen werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Auf einen Sauger sollte bei Babys noch verzichtet werden, da die Nasenschleimhaut sehr empfindlich ist und beim Absaugen leicht verletzt werden kann.[2] Dadurch kann es zu Blutungen kommen, die dem Säugling das Atmen zusätzlich erschweren.

Um dem Säugling die Atmung und in weiterer Folge auch das Trinken zu erleichtern, muss versucht werden, den Schleim zu verflüssigen.[3] Ein normal verlaufender Schnupfen (Rhinitis) beginnt mit einem Vorstadium, in dem das Kind zu schniefen beginnt, sich die Schleimhäute röten und anschwellen. In den darauffolgenden Tagen kommt es zur verstärkten Bildung von einem wässrig-serösem Sekret, dass aus der Nase des Säuglings ablaufen kann. Nach 1-3 Tagen wird das Sekret jedoch dickflüssiger. Ab diesem Stadium ist es notwendig, den Säugling dabei zu unterstützen, dass Sekret wieder zu verflüssigen, damit es ablaufen kann.[4] Dies funktioniert am besten, indem z.B. Kochsalzlösung in die Nasenlöcher des Säuglings getropft wird und die Flüssigkeit sich mit dem zähflüssigen Schleim der Nase vermischt. Dadurch wird der Schleim insgesamt flüssiger und kann wieder ablaufen.

Anwendung und Dosierung

  • Mit einer Pipette 1-2%-ige Kochsalzlösung bis zu 5-mal täglich in die Nase des Säuglings tropfen. Alternativ kann statt Kochsalzlösung auch Muttermilch verwendet werden, sie hat zusätzlich eine pflegende Wirkung.

Zusätzliche Maßnahmen

  • Das Baby besonders viel trinken lassen: Neben dem häufigen Trinken von Muttermilch, zusätzlich 2-3-mal täglich dünnen Fencheltee oder abgekochtes Wasser geben.
  • Im Wohnraum sollte die Luftfeuchtigkeit erhöht werde, um die Schleimhäute feucht zu halten
  • Das Baby mindestens einmal täglich an die frische Luft nehmen[5]

Zu beachten

Wird das Sekret grünlich-gelb oder bekommt das Kind zusätzlich Fieber, soll unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Diese Symptome können Hinweise für eine bakterielle Sekundärinfektion sein.[6]

Des Weiteren sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich die Symptome innerhalb von drei Tagen nicht bessern, das Kind nicht mehr ausreichend trinkt oder schwerfällig (lethargisch) wird. Da Kinder einen anderen Flüssigkeitshaushalt besitzen als Erwachsene, kann schon 1 Tag ohne Flüssigkeitszufuhr für einen Säugling schwerwiegende Folgen haben.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen