Schnupfen Beim Baby: Risiken

Baby hat Schnupfen – Kann es ersticken?

© PantherMedia / Wong Sze Fei

Schnupfen (Rhinitis) kann Menschen jeden Alters betreffen – auch einen Säugling. Da ein Baby noch keinerlei Erfahrungen mit Schnupfen gemacht hat, fällt ihm die Umstellung auf die Mundatmung bei einer verstopften Nase am Anfang schwer.

Welche Auswirkungen Schnupfen beim Baby hat, wie es zu einer verstopften Nase kommt und warum ein Baby an Schnupfen auf keinen Fall ersticken kann, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Schnupfen äußert sich beim Baby wie bei Erwachsenen durch ganz klassische Symptome. Durch die lokale Entzündung der Nasenschleimhaut kommt es zu einer vermehrten Durchblutung der Schleimhäute. Dadurch wird vom Immunsystem sichergestellt, dass die Krankheitserreger bekämpft werden. Durch die vermehrte Durchblutung schwellen die Schleimhäute an. Zusätzlich kommt es zu einer vermehrten Produktion von Sekret. Dieses besteht aus abgetöteten Krankheitserregern und verbrauchten Zellen des Immunsystems. Die Produktion von Nasensekret und die Schwellung können bei einem Baby schnell zu einer komplett verstopften Nase führen. Babys sind diese Situation nicht gewöhnt und haben die dann nötige Mundatmung noch nicht gelernt. Deshalb kann diese am Anfang schwerfallen.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Viele Eltern haben Angst, dass ihr Baby an einem Schnupfen ersticken kann. Die Gefahr, dass ein Baby an einem Schnupfen erstickt, ist aber relativ gering.Ein Säugling atmet zwar hauptsächlich durch die Nase und die Mundatmung fällt schwer, doch ist sie nicht unmöglich. Es kann vorkommen, dass die behinderte Nasenatmung kurzzeitig zu Sauerstoffmangel führt. Gerade die ganz Kleinen können dann bläuliche Verfärbungen der Haut (Zyanose) aufweisen.Reflektorisch beginnen sie zu schreien und holen in diesem Prozess auch wieder genügend Luft. Die Hautfarbe wird wieder rosig.[2]

Risiken

Die meisten Babys lernen relativ schnell, durch den Mund zu atmen, wenn die Nase zu ist. In der Anfangszeit kann es allerdings zu Komplikationen kommen. Zum Beispiel kann es passieren, dass das Baby nicht mehr ausreichend trinkt, da es Atmung und Saugen nicht parallel meistern kann. Dies kann zuUnterversorgung und damit erhöhter Krankheitsanfälligkeit sorgen.

Eltern sollten daher spätestens dann einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • Das Baby über drei Tage lang weniger trinkt
  • Die Symptome nicht besser werden
  • Fieber (Pyrexie) hinzukommt [3]
  • Das Baby durchgehend schreit oder kaum mehr Schlaf findet

Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen