Schnupfen Beim Kleinkind: Begleiterscheinungen

Husten u. Schnupfen (Kleinkind)

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Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) sind wohl die häufigsten Beschwerden in der gesamten deutschen Bevölkerung. Auch Kleinkinder können unter Husten und Schnupfen leiden. In der Regel ist die Ursache ein Infekt, es können sich jedoch auch andere Gründe hinter Husten verbergen, die medizinisch abgeklärt werden müssen.

Welche Ursachen für Husten und Schnupfen beim Kleinkind bestehen, was dagegen getan werden kann und was zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) sind mit die häufigsten Erkrankungen im Kleinkindalter. Die meisten Fälle von Husten und Schnupfen sind auf Infektionskrankheiten wie eine Erkältung oder eine Grippe zurückzuführen. In der Regel sind diese nicht gefährlich.

Husten und Schnupfen, die über einen langen Zeitraum anhalten, können jedoch auch durch andere Faktoren verursacht werden. Dazu gehören zum Beispielexterne Faktoren wie eine hohe Staubbelastung, Gase oder Chemikalien.Bei Kindern können auch bisher unerkannte Allergien Husten und Schnupfen auslösen.

Des Weiteren können chronische Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Keuchhusten hinter den Beschwerden stecken. In einem solchen Fall ist eine ärztliche Behandlung dringend notwendig. [1]

Husten und Schnupfen treten im Rahmen einer Erkältung bis zu 10-mal im Jahrauf. Dies liegt an dem noch unvollständigen kindlichen Immunsystem und ist als vollkommen normal zu erachten. Während der Schnupfen in der Regel nach sieben bis 10 Tagen vollkommen verschwunden ist, kann ein trockener Reizhusten auch noch nach 3 Wochen bestehen.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Beide Symptome sind auf den entzündlichen Prozess zurückzuführen, welcher durch den Virenbefall ausgelöst wird. Durch die Entzündung wird das Immunsystem aktiviert. Es kommt zu einer vermehrten Durchblutung der betroffenen Stellen. So schwellen die Schleimhäute an und es kommt zu Beschwerden wie einer verstopften Nase oder Schluckbeschwerden. Die vermehrte Produktion von Nasensekret dient dem Abtransport von Krankheitserregern. Es setzt sich aus abgetöteten Erregern und verbrauchten Zellen des Immunsystems zusammen.

Die Schleimhäute des Halses sind durch die Entzündung geschädigt und benötigen einige Zeit, um sich vollständig zu erholen. Während dieser Zeit sind sie außerdem besonders anfällig, so dass auch gering ausgeprägte Reizfaktoren (Staub, Tierhaare und ähnliches) erneuten Husten auslösen können.[2]

Zu beachten

Eine Erkältung ist in der Regel nicht gefährlich. Ein ansonsten gesundes Kind übersteht sie, auch ohne dass es ärztlich behandelt wird. Wichtig ist darauf zu achten, dass das Kind viel trinkt. Außerdem müssen Eltern dafür Sorge tragen, dass das Kind weiterhin ausreichend isst. Erkrankte Kinder haben oft weniger Appetit. Es sollten daher nur leichte Speisen angeboten werden.

In bestimmten Situationen sollte eine Erkrankung beim Kleinkind nicht mehr selber behandelt, sondern ein Arzt aufgesucht werden. Das ist dann der Fall wenn:

  • Fieber (Pyrexie) auftritt
  • Das Kind nicht mehr isst
  • Weitere Symptome wie Bauchschmerzen oder Übelkeit (Nausea) auftreten
  • Atemprobleme hinzukommen

In solchen Fällen kann eine andere Ursache hinter den Beschwerden stecken. Je früher diese erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen