Schnupfen Chronisch: Ursachen

Ständig laufende Nase

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Schnupfen (Rhinitis) gehört heute zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Schnupfen kann durch verschiedenste Faktoren ausgelöst werden und sich bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausprägen. Eine ständig laufende Nase ist jedoch sehr unangenehm und je nach Ursache sogar gefährlich.

Was die Ursache für eine laufende Nase sein kann, was dabei im Körper passiert und worauf geachtet werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine ständig laufende Nase kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten Ursachen gehören Infektionskrankheiten wie eine Erkältung oder Grippe. Diese halten jedoch in der Regel nicht länger als eine bis zwei Wochen lang an. Klingen sie ab, verschwindet auch der Schnupfen wieder. In Einzelfällen kann es aber vorkommen, dass eine Erkältung oder Grippe chronisch wird. In diesen Fällen kann auch eine laufende Nase über einen sehr langen Zeitraum Beschwerden bereiten. Die Bakterien und Viren können immer wiederkehre Entzündungen verursachen. In den meisten Fällen zeigt sich ein infektionsbedingter Schnupfen jedoch durch weitere Symptome. Dazu gehören:

  • Husten (Tussis)
  • Heiserkeit (Dysphonie) und/oder Halsschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Eventuell Fieber (Pyrexie)

Außerdem kann eine laufende Nase auch als Folge von Schleimhautreizungen durch Noxen, allergische Reaktionen, Medikamentennebenwirkungen (ACE-Hemmer, Beta-Blocker, Statine) und hormonellen Umstellungen (Schwangerschaft) auftreten. Viele Betroffene klagen in diesem Zusammenhang auch über eine behinderte Nasenatmung, Räusperzwang und Husten.[1]

Biologischer Zusammenhang

Wird eine laufende Nase durch eine Infektionskrankheit oder eine Entzündung verursacht, so ist das Sekret ein Zeichen der Abwehrreaktion des Körpers. Das Nasensekret setzt sich zusammen aus abgetöteten Krankheitserregern sowie aus verbrauchten Zellen des Immunsystems. Diese Bestandteile müssen aus dem Körper ausgeschleust werden, da sie sonst zu weiteren Entzündungen führen können. Über das Nasensekret werden sie entweder direkt nach außen abgegeben oder durch Hochziehen der Nase in den Rachen und von da aus in den Magen befördert und so eliminiert.

Wird eine laufende Nase durch chemische Noxen oder Allergien verursacht, so stellt das Sekret einen Mechanismus dar, die schädlichen Stoffe aus der Nase zu entfernen. Die fremden Stoffe reizen in der Nase bestimmte Nervenzellen und aktivieren Botenstoffe, daraufhin wird das Immunsystem aktiviert und regt die Schleimproduzierenden-Zellen zu einer vermehrten Produktion an. Die potentiell schädigenden Stoffe sollen so aus der Nase herausgeschwemmt werden.

Auch hormonelle Umstellungen, wie sie in der Schwangerschaft auftreten, können zu einer laufenden Nase führen. Hier sind es die weiblichen Geschlechtshormone (vor allem Östrogene), die die Sekretproduktion anregen. Warum das geschieht, ist noch nicht vollständig geklärt.[2]

Zu beachten

Eine laufende Nase ist in der Regel noch kein Grund zur Beunruhigung. Besteht eine laufende Nase jedoch über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder sogar Monaten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Sind externe Faktoren oder Infektionen die Ursache, können diese beseitigt beziehungsweise behandelt werden.

Außerdem können aber auch Veränderungen der Nasen-Anatomie wie zum Beispiel eine Veränderung des Septums (Septumdeviationen) zu einer laufenden Nase führen. Wird eine solche Fehlstellung nicht behandelt, kann sie mit der Zeit immer schlimmer werden und kontinuierlich stärkere Beschwerden hervorrufen.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen