Schnupfen In der Schwangerschaft: Klassische Arzneimittel

Nasenspray in der Schwangerschaft erlaubt?

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Schnupfen (Rhinitis) ist eine der wohl häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Nasenspray kann Erleichterung bringen, indem es Betroffene wieder frei atmen lässt. Ob Nasenspray auch während einer Schwangerschaft sinnvoll ist, muss mit einem Arzt abgeklärt werden.

Was Nasenspray bewirkt, warum es in der Schwangerschaft ärztlich abgeklärt und was dabei beachtet werden muss, soll im Folgenden geklärt werden.

Medizinische Fakten

Bei Schnupfen lösen Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien kleine lokale Entzündungen in den Schleimhäuten aus. Durch diese wird bedingt, dass die Schleimhäute besser durchblutet werden und dadurch anschwellen. Gleichzeitig kommt es zu einer vermehrten Sekretproduktion. Das Sekret besteht aus abgetöteten Krankheitserregern sowie aus verbrauchten Zellen des Immunsystems.

Schnupfen während einer Schwangerschaft ist nicht gefährlich. In der Regel können die Schnupfen-Viren das Baby, das geschützt im Fruchtwasser liegt, nicht erreichen. Dennoch kann Schnupfen durch die verstopfte Nase sehr unangenehm sein.[1] Ein beliebtes, aber nach wie vor umstrittenes Mittel gegen Schnupfen ist Nasenspray.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Nasenspray enthält Wirkstoffe, die dazu beitragen, dass die Nasenschleimhäute abschwellen. Nach Absprache mit dem Arzt kann Xylometazolin haltiges Nasenspray in der Schwangerschaft gegen Schnupfen eingesetzt werden. Xylometazolin ist ein alpha-Sympathomimetika, welches an den Gefäßen der Nasenschleimhaut wirkt: Es sorgt für die Engstellung (Vasokonstriktion) der Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einer verminderten Durchblutung der Schleimhaut, was letztendlich abschwellend und sekretionshemmend wirkt. [2]

Risiken

Bei Überdosierung und zu langer Anwendung von Nasenspray besteht die Gefahr der systemischen Wirkung. Für eine Schwangere bedeutet dies, dassdas ungeborene Kind unter Umständen nicht ausreichend mit Blut versorgt wird. Es kann dann zu Entwicklungsstörungen, Fehler bei der Geburt und eventuell einer Totgeburt kommen.

Die genaue Dosis, die mit dem Arzt abgesprochen wird, sollte also auf keinen Fall überschritten werden. Nach einiger Zeit der Anwendung kann sich eine Gewöhnung an das Mittel einstellen – der gewünschte Effekt der freieren Nasenatmung wird dann immer schwächer oder bleibt eventuell ganz aus. Auch dann darf die Dosis aber nicht eigenmächtig erhöht werden. Nach Absprache mit dem Arzt kann auf ein anderes Präparat oder eine andere Methode umgestiegen werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen