Schnupfen Laufende Nase: Ursachen

Laufende Nase (beim Sport)

© PantherMedia / Arne Trautmann

Eine laufende Nase (Rhinorrhoe) umfasst den Ausfluss größerer Mengen Sekret über die Nase. Meist ist der Auslöser dafür völlig harmlos. Ursachen können eine Erkältung (grippaler Infekt), Schnupfen (Rhinitis), Allergien (Heuschnupfen) oder – in seltenen Fällen – schwere Kopfverletzungen sein.[1]

Auch ohne Schnupfen oder eine Erkältung kann es während des Sports zur laufenden Nase kommen. Was die Ursache dafür ist, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen und allgemeine Tipps sollen im folgenden Text näher beleuchtet werden.

Ursachen

Eine laufende Nase beim Sport – zum Beispiel beim Joggen – ist u.a. auf eine Reaktion der Nasenschleimhaut (Mucosa nasalis) auf Impulse des vegetativen Nervensystems zurückzuführen. Das vegetative Nervensystem wirkt sich auf die verschiedensten Körperfunktionen modulierend aus und ist so beispielsweise für die Adaptation des Stoffwechsels, der Verdauung und des Blutdruck an die gegenwärtige Situation verantwortlich. Wird der Körper belastet, kommt es zu spezifischen Anpassungsreaktionen des Körpers. Die Muskeln werden verstärkt durchblutet, um sie ausreichend u.a. mit Sauerstoff und Glukose zu versorgen. Die Herzaktivität nimmt zu, das Herz schlägt schneller und der Volumenauswurf je Schlag (Ejektionsfraktion) vergrößert sich. Die Lunge wird besser durchblutet und die Atemfrequenz steigt an. Nun diffundiert aus den luftgefüllten Lungenalveolen Sauerstoff hin in die roten Blutkörperchen, Kohlendioxid hingegen umgekehrt aus dem Blut in die Alveolen und wird schließlich ausgeatmet. Die Atemleistung (Atemminutenvolumen) steigt um ein Vielfaches an. Dadurch strömt auch mehr Luft durch die Nasenräume.

Biologischer Zusammenhang

Besonders bei kalter und trockener Außenluft wird die Nasenschleimhaut in den Nasenmuscheln (Conchae nasales) vermehrt durchblutet. Die kleinen Kapillargefäße schwellen an, wodurch sich die Innenräume der Nase verengen. Die Kontaktfläche für die Atemluft vergrößert sich und die eingeatmete Luft kann so angefeuchtet und erwärmt werden. Weiterhin kommt es zu einer vermehrten Sekretproduktion. Auch kondensiert die mit Wasserdampf gesättigte Ausatemluft an den kühlen Innenseiten der Nasenflügel. In der Folge kommt es zum Nasenlaufen.[2]

Behandlung

Eine Behandlung gegen das Nasenlaufen beim Sport gibt es in der Regel nicht. Als Abhilfe bietet sich das Ausschnauben der Nase an, wodurch die Nasengänge wieder frei werden. Sollte die Symptomatik nach dem Sport nicht aufhören, können sich eventuell Medikamente wie Antihistaminika oder Dekongestiva anbieten.[3]

Tipps

Vorbeugend kann die Nase mit Salzwasser gespült werden, um das Laufen der Nase während der sportlichen Betätigung zu vermindern. Allgemein ist das Nasenlaufen bei sportlicher Betätigung kein Zeichen von Krankheit. Bei fast 60 Prozent aller Sportler tritt diese Symptomatik in Erscheinung. Wie stark die Nase läuft, schwankt wiederum von Mensch zu Mensch.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen