Schnupfen: Prävention

Impfung gegen Schnupfen?

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Schnupfen (Rhinitis) wird in den meisten Fällen durch Viren oder Bakterien verursacht. Eine spezielle Impfung gegen Schnupfen gibt es nicht. Generell kann eine Impfung nur vor der Infektion mit einem spezifischen Krankheitserreger schützen, nicht aber vor einer bestimmten Erkrankung wie Schnupfen.

Wann Schnupfen auftritt, welche Impfmöglichkeiten es gibt und wogegen nicht geimpft werden kann, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Schnupfen ist ein sehr unspezifisches Symptom, das auf eine Vielzahl von Erkrankungen hinweisen kann. In den meisten Fällen geht Schnupfen mit Infektionskrankheiten wie einer Grippe (Influenza) oder einer Erkältung einher. Die Verursacher sind dann verschiedene Arten von Viren, unter anderem:

  • Coxsackie-, Entero- und Echoviren
  • Influenzaviren
  • Rhino-, Adeno- und Coronaviren

Nur gegen Influenzaviren kann geimpft werden, gegen die anderen Virenarten jedoch nicht.

Schnupfen kann außerdem auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Unter anderem auf eine chronische Entzündung der Schleimhäute oder auf eine Verformung der Nasenscheidenwand (Septumdeviation). Auch gegen solche Fälle gibt es keine vorbeugende Impfung, aber mehrere mögliche Behandlungsmethoden.[1]

Mögliche Impfung

Gegen Grippe kann sich jeder impfen lassen, der dies gerne möchte. Mediziner halten eine Impfung aber nur bei bestimmten Personengruppen für sinnvoll. Dazu gehören Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen wie Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer Schwäche des Immunsystems.

Auch Menschen, die nicht zu den genannten Gruppen gehören, können sich gegen Grippe impfen lassen. Allerdings muss hier im Einzelfall abgeklärt werden, ob die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden können. Bei Privatpatienten ist dies in der Regel problemlos möglich.[2]

Allergien gegen Gräser, Hausstaub oder Tierhaare bilden eine Erkrankungsgruppe, die meist auch mit Schnupfen einhergeht, gegen die man jedoch nicht impfen kann.

Tipps zur Behandlung

Ein Schnupfen kann in der Regel aber auch mit einfachen Hausmitteln gut gelindert werden. Bei einer verstopften Nase können zum Beispiel Dampfbäder mit Kamillenblütenextrakt, Inhalationen mit Kochsalz und Nasensprays auf Meerwasserbasis angewendet werden. Diese Hausmittel steigern die Durchblutung, lindern die Entzündung und fördern den Sekretabfluss. Vor allem vor dem Schlafengehen sollte auf eine möglichst freie Nase geachtet werden. Ein ruhiger und möglichst ungestörter Nachtschlaf ist ein wichtiger Faktor für die Genesung.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen